Weniger Rente und weniger Lohn: Nein!

Der Bundesrat ist in der Pflicht für eine Zusatzfinanzierung der 2. Säule zu sorgen. Die PUBLICA will den technischen Zins der angeschlossenen Vorsorgewerke per 2019 auf 2% senken. Das betrifft auch die Bundesangestellten, deren Guthaben in der 2. Säule ohne Gegenfinanzierung der Arbeitgeberin massiv gekürzt würde. Der Bundesrat will 160 Mio. Franken einschiessen und seine jährlichen Beiträge erhöhen. Das reicht bei weitem nicht aus, um das Leistungsniveau zu halten. Bundesangestellte müssen trotz dieses Beitrages mit durchschnittlich 4.5% Renteneinbusse rechnen. Gleichzeitig will der Bundesrat dem Personal in den kommenden Jahren nicht mal mehr die Teuerung ausgleichen. Die Personalverbände sagen dazu geschlossen Nein!

Die Verhandlungsgemeinschaft Bundespersonal VGB besteht darauf, dass der Bundesrat in der Pflicht ist, die Zusatzfinanzierung für die 2. Säule aufzubringen. Das Bundesper­sonal musste bereits für 2016 und 2017 bei den Löhnen eine Nullrunde hinnehmen und dieses Jahr dürfte es wieder eine positive Teuerung geben. Deshalb hat der Bundesrat im Voranschlag für 2018 etwas mehr bei den Personalkosten budgetiert. Diese 0.6% will er nun einfach für die 2. Säule verwenden. Dem Personal würde damit nicht mal mehr die Teuerung ausgeglichen. Und es muss trotzdem auch noch einen massiven Leistungs­verlust in der Pensionskasse hinnehmen.

Alle Personalverbände sagen dazu geschlossen Nein! Denn das Paritätische Organ Bund, das Leitungsgremium des Vorsorgewerks, hat einstimmig beschlossen, dass der Bund wenigstens 160 Mio. Franken einschiessen soll und die Angestellten zwar Renten­einbussen, aber nicht auch noch zusätzliche Lohnabzüge in Kauf nehmen müssen. Der Bundesrat hat dank der anhaltend guten Rechnungsabschlüsse genügend Spielraum dafür, ohne dem Personal den Teuerungsausgleich zu verweigern.