Lohnmassnahmen 2026
Spitäler und Kliniken
Per 1.4. 2026 haben VPOD, SBK und VSAO sich mit den Spitälern und Kliniken auf folgende Lohnmassnahmen geeinigt:
Bei der Insel Gruppe AG wird die Lohnsumme um 2% erhöht. Davon stehen 1% für individuelle Lohnerhöhungen bereit, 0.7% werden für strukturelle Massnahmen eingesetzt. 0.3% der Lohnsumme wird als generelle Lohnerhöhung verwendet – dies in Form eines Frankenbetrages von 325 Franken pro Jahr (25 Franken pro Monat). Die Lohnbänder werden um diesen Fixbetrag angehoben.
Lediglich 1% mehr gibt es in den Regionalspitälern und Psychiatrischen Kliniken. Davon werden 0.35-0.4% für die Erhöhung der Nacht- und Wochenendzulagen um einen Franken auf 10 Franken eingesetzt. Die restliche Lohnsumme von 0.6-0.65% wird für individuelle und strukturelle Lohnmassnahmen eingesetzt. Zusätzlich werden die Einstiegslöhne (Lohnbandminimum) aller Lohnbänder um 1% angehoben.
Medienmitteilung mit Einschätzung des Ergebnisses aus Sicht des VPOD und der Personalverbände
Tabelle mit den Lohnmassnahmen
Bundesverwaltung
Nur 0.1% Teuerungsausgleich gibt es per 1.2026. Die Sozialpartner hatten sich an den Lohnverhandlungen am 25. November 2025 auf einen Teuerungsausgleich von 0.5% geeinigt. Das Parlament missachtete jedoch diesen Kompromiss und kürzte die Lohnmassnahmen auf lächerliche 0.1%. Damit nimmt der Rückstand auf die Teuerung zu statt ab. Aktuell wird eine Teuerung von 0.2% erwartet.
Medienmitteilung des VPOD und der Personalverbände nach den Lohnverhandlungen vom 25.11.25
Medienmitteilung des EFD nach den Lohnverhandlungen vom 25.11.25
Kanton Bern
Der Grosse Rat hat den Teuerungsausgleich von 0.5% auf 0.2% gekürzt: Damit bleibt der Kanton 2.4% im Rückstand auf die Teuerung, welche in den letzten Jahren ungenügend ausgeglichen wurde. Zum Teuerungsausgleich von 0.2% kommen individuelle Lohnmassnahmen: 1.3% für die Kantonsverwaltung bzw. 1.5% für Lehrpersonen (wovon 0.8% Rotationsgewinne also keine Erhöhung der Lohnsumme sind).
Medienmitteilung des VPOD zu diesen gekürzten Lohnmassnahmen
Die Kantonsverwaltung schafft zudem die Einstiegsstufen ab und nimmt Änderungen am Lohnsystem vor: Dadurch erhöhen sich die Löhne der Jungen, später steigt dafür der Lohn langsamer. Die Änderung kostet 0.2 Lohnprozente. Dadurch stehen für individuelle Lohnmassnahmen nur noch 1.1% (statt 1.3%) zur Verfügung.
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Subventionierte Betriebe im Kanton (Heime, Spitex...)
Die Betriebe erhalten vom Kanton 0.2% für die Teuerung und 0.7 % für individuelle Lohnmassnahmen, Total 0.9%. Weitere Mittel müssten die Betriebe aus Rotationsgewinnen oder eigenen Mitteln zur Verfügung stellen.
Viele Betriebe richten sich nach dem Lohnsystem des Kantons, welches 2026 geändert wird. Insbesondere werden die Einstiegsstufen abgeschafft und damit die Löhne der Neueintretenden erhöht. Dies sollte jetzt auch in den subventionierten Betrieben umgesetzt werden.
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Hier geht es zum Ergebnis der Lohnverhandlungen früherer Jahre.
