GAV Langzeitpflege wird verbessert

Von: Angela Zihler

Nach mehr als vier Jahren erfolgreicher Laufzeit wird der Gesamtarbeitsvertrag für das Personal Bernischer Langzeitpflege-Institutionen (GAV Langzeitpflege) erstmals angepasst. So werden per 1. April 2018 der Mutterschafts- und Vaterschaftsurlaub verlängert, ein Adoptionsurlaub eingeführt sowie ein Mindestlohn von 50 000 Franken festgelegt.

Der GAV Langzeitpflege ist seit 1. Januar 2014 in Kraft. Ihm sind rund 2 000 Mitarbeitende aus 8 Pflegeheimen unterstellt. Im Jahr 2017 haben die Personalverbände SBK und VPOD mit dedica als Arbeitgeberverband den GAV das erste Mal überarbeitet. Es konnten einige Verbesserungen erreicht werden, welche per 1. April 2018 in Kraft treten.
Der Mutterschaftsurlaub wird von 14 auf 16 Wochen verlängert und der Vaterschaftsurlaub von 5 auf 10 Tage verdoppelt. Neu gibt es einen Adoptionsurlaub von einem Monat sowie einen garantierten Mindestlohn von 50 000 Franken. Zudem braucht es bei der Kompensation von Überstunden innerhalb von 48 Stunden neu explizit das Einverständnis der Mitarbeitenden. Dem GAV angefügt wurde auch eine Checkliste für die Erstellung eines Sozialplans, welche bei einer allfälligen Massenentlassung als Richtschnur gilt.
Ein GAV ist kein starres Gebilde, sondern wird fortlaufend angepasst. Zum einen wurden zeitgemässe und branchenspezifische Anpassungen vorgenommen, zum anderen war es das Ziel, Auslegungsfragen zu klären, die sich in den letzten Jahren der Anwendung ergeben haben.
Der GAV Langzeitpflege entwickelt sich erfreulich und es ist das gemeinsame Ziel der Vertragspartner, dass sich in diesem Jahr weitere Pflegeheime anschliessen. So tritt das Altersheim Turmhuus in Uetendorf per 1. Juli 2018 dem GAV bei.

GAV für das Personal Bernischer Langzeitpflege-Institutionen ab 1. April 2018

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