Nein zur Lehrplan-Initiative

Von: Béatrice Stucki

Anlässlich einer Medienkonferenz, hat ein breit abgestütztes Komitee seine Argumente gegen die Lehrplan-Initiative präsentiert. Die Initiative ist eine Mogelpackung, die dem Berner Stimmvolk ein Mitspracherecht vorgaukelt, in Wahrheit aber den Lehrplan 21 durch die Hintertüre wieder abschaffen will.

Die Demokratie wird missbraucht, um den Lehrplan 21 zu verhindern. Dieser ist so dick wie ein Telefonbuch und deshalb als Abstimmungsvorlage gänzlich ungeeignet. Wie soll eine Stimmbürgerin, ein Stimmbürger, sich dazu eine Meinung bilden und darüber abstimmen können? Das ist unmöglich und hat mit Demokratie nichts mehr zu tun.
Der Grosse Rat muss sehr umfangreiche und komplexe Gesetzesvorlagen oder Strategiepapiere beraten. Schon damit stösst der Parlamentsbetrieb – oder anders gesagt – das Milizparlament – an seine Grenzen. Die Vorstellung, auch noch die Lehrpläne oder Änderungen dazu im Parlament zu beraten zeigt, dass es den Initiant/innen nicht um Demokratie geht, sondern um das Verhindern von Neuerungen – die letztlich primär die Veränderungen in der Gesellschaft und im pädagogischen Denken abbilden.

Der VPOD vertritt, neben vielen anderen Berufen, auch die Lehrpersonen. Der VPOD ist dezidiert gegen diese Initiative. Der Lehrplan wurde mit viel Engagement und Aufwand erarbeitet, Schulungen dazu wurden durchgeführt und die Einführung des Lehrplans 21 ist auf der Zielgeraden. Sicher gibt es da oder dort etwas, das kritisch beobachtet werden muss.
Den Lehrplan21 aber aus rückwärtsgewandten Sichtweisen und Scheuklappen vor Neuem aufs Spiel zu setzen – das lehnt der VPOD ganz klar ab.

Medienmitteilung und Unterlagen Medienkonferenz des Komitees «NEIN zur Lehrplan-Initiative» vom 19. Januar 2018

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