Kanton erkennt die Zeichen der Zeit

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Von: Béatrice Stucki, Gewerkschaftssekretärin Bildungsbereich

Endlich höhere Löhne für Lehrpersonen der Volksschule.

Die Lohneinstufung der Lehrpersonen in der Volksschule wird erhöht, die Teuerung ausgeglichen und die Pikettentschädigungen werden angepasst. Mit diesen Massnahmen reagiert der Regierungsrat endlich auf die zum Teil frappanten Lohnunterschiede gegenüber anderen Kantonen.

Der VPOD fordert seit mehreren Jahren eine Anpassung der Löhne für die Lehrpersonen der Volks- und Musikschule. Die Ergebnisse des interkantonalen Vergleichs von 2016 stützen diese Forderung. Mit der Anhebung der Löhne um eine Lohnklasse wird die Differenz gegenüber den Nachbarkantonen wenigstens etwas verringert. Die Anforderungen und die Erwartungen an die Lehrerinnen und Lehrer sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Mit der Gehaltsklassenerhöhung setzt der Regierungsrat ein wichtiges Zeichen, um den Lehrberuf wieder attraktiv zu machen und so dem Mangel an Lehrpersonen wirksam zu begegnen.

Der VPOD begrüsst auch die beiden anderen lohnrelevanten Massnahmen im Voranschlag 2020: Der Ausgleich von 0,2% Teuerung sowohl für die Lehrpersonen und das kantonale Personal und die längst fällige Anpassung der Zulagen für Pikett und Nacht- und Wochenendarbeit.

Offen bleibt jedoch die Frage, wie der noch nicht vollständig aufgeholten Lohnrückstand (Delle) aufgeholt werden kann, wenn in den kommenden Jahren dafür keine speziellen Lohnmassnahmen vorgesehen sind. Der VPOD wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass der Kanton hier seine Verantwortung wahrnimmt.

Der VPOD verlangt, dass der Teuerungsausgleich auch in allen ausgelagerten Bereichen, insbesondere dem Gesundheitsbereich, erfolgt. Der Regierungsrat ist aufgefordert, dafür die Leistungsvereinbarungen entsprechend anzupassen und die Umsetzung zu kontrollieren.

Für weitere Auskünfte: Béatrice Stucki, Gewerkschaftssekretärin | Email

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