Kein Sparen mehr im Gesundheits- und Sozialbereich und beim Personal!

Von: Béatrice Stucki und Angela Zihler

Seit Jahren spart der Kanton, ganz besonders im Gesundheits- und Sozialbereich, aber auch beim eigenen Personal. Angesichts des hohen Rechnungsüberschusses wirken diese Sparmassnahmen, die nirgends ohne Abbau zu realisieren waren, zynisch.

265 Millionen Franken Überschuss – einmal mehr schliesst die Jahresrechnung 2019 des Kantons Bern mit einem satten Gewinn ab. Das wäre erfreulich – wären da nicht die Jahre des massiven Sparens gewesen: Kürzungen bei der Spitex, in Heimen, in der Bildung und bei vielen sozialen Institutionen.

Einmal mehr wurde mit dem Voranschlag 2020 auch wieder beim Personal gespart. Der VPOD wird Rechenschaft darüber verlangen, wie der Minderaufwand von CHF 46 Mio. zu erklären ist.

Zwar werden die Lehrpersonen der Volksschule ab August 2020 in eine höhere Gehaltsklasse eingeteilt, beim kantonalen Personal erfolgte aber bereits wieder eine Einsparung beim Lohnanstieg. Neben Personalanstellungsstopp ein weiteres Kriterium, das den Kanton als Arbeitgeber unattraktiv macht und die Konkurrenzfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt einschränkt.

Der VPOD fordert deshalb vom Regierungsrat für den Voranschlag 2021 und die Planjahre 2022–2024 die Budgets für Spitex, Langzeitpflege und Betreuung in Heimen zu erhöhen, den Lohnanstieg wieder analog der Jahre 2014–2016 zu budgetieren und die Pikettentschädigungen erneut zu erhöhen.

Der VPOD Bern dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und dem Regierungsrat für ihren riesigen Einsatz zur Bewältigung der Corona-Pandemie.

Medienmitteilung des VPOD Bern Kanton zum Rechnungsabschluss 2019 vom 31. März 2020