Kita-Petition zeigt Wirkung

Von: Angela Zihler

Die VPOD-Petition für gute Arbeitsbedingungen in Kitas zeigt Wirkung: Die Kommission des Grossen Rates bessert nach und will die Einhaltung von Gesamtarbeitsverträgen oder orts- und branchenüblichen Arbeitsbedingungen im Gesetz verankern. Das ist ein erster Schritt, weitere müssen aber folgen. Erfreut ist der VPOD über die Absicht, weiterhin Ausbildungsbeiträge für Lehrbetriebe auszurichten.

Letzten Herbst hat der VPOD in Rekordzeit über 6’000 Unterschriften für bessere Arbeitsbedingungen in den Kitas gesammelt. Mit der Petition machte der VPOD Druck auf den Grossen Rat, die Arbeitsbedingungen in den Kitas endlich zu verbessern. Nun schwenkt die vorberatende Kommission GSoK in der zweiten Lesung ein und will immerhin die Einhaltung der Gesamtarbeitsverträge oder orts- und branchenüblichen Arbeitsbedingungen im Gesetz über die sozialen Leistungsangebote SLG verankern. Der VPOD wird den Gesetzesartikel als Anknüpfungspunkt für Diskussionen mit den Kita-Arbeitgebern nutzen, damit gute Arbeitsbedingungen und faire Löhne für alle Realität werden.

Eine Regulierung der Arbeitsbedingungen tut weiterhin dringend Not: Mit den Betreuungsgutscheinen werden die Tarife frei gegeben und es droht ein Wettbewerb über den Preis. Mit der Einhaltung von Mindeststandards bezüglich Löhne und Arbeitsbedingungen kann verhindert werden, dass die Arbeitsbedingungen in der Branche zusätzlich unter Druck geraten, machen doch die Personalkosten 75-80% der Betriebskosten aus.

Erfreut ist der VPOD über die Absicht der GSoK, weiterhin Ausbildungsbeiträge für Lernende auszurichten. Damit wird die Berufsbildung gestärkt und eine Sparmassnahme im Zuge des Wechsels zu den Betreuungsgutscheinen korrigiert.

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