Für eine rasche kantonale Umsetzung - 101 Tage nach dem JA zur Pflegeinitiative

Von: Angela Zihler

Bei der Umsetzung der Pflegeinitiative schieben sich Bund und Kantone die heisse Kartoffel zu. Der Kanton Bern soll seinen Teil beitragen: Eine rasche Umsetzung der Ausbildungsoffensive, die Festlegung von Mindestvorgaben beim Verhältnis Patient zu Pflegepersonal und eine angemessene Abgeltung der Betreuungs- und Pflegeleistungen.

Aktion "Heisse Kartoffel" vor den Berner Rathaus

Rund 100 Tage sind verstrichen seit dem JA zur Pflegeinitiative. Nun gilt es, die Ausbildungsoffensive und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen des Gesundheitspersonals rasch umzusetzen. Für das erste Paket — die Ausbildungsbeiträge bzw. den Inhalt des Gegenvorschlags— besteht ein Fahrplan. Für das zweite Paket — die Verbesserung der Arbeitsbedingungen — bleibt vieles unklar. Bund und Kantone schieben sich die heisse Kartoffel hin und her.

Für den VPOD und den SBK Grund genug, die Verantwortlichen im Kanton Bern zum Handeln aufzufordern. Konkret behandelt der Grosse Rat in der Frühlingssession drei Vorstössen zum Personalbedarf im Gesundheitswesen (vgl. unten). Die Personalverbände fordern den Grossen Rat mit einer Aktion am 9. März vor dem Rathaus auf, die Vorstösse in allen Punkten als Motion anzunehmen

Weiter fordern VPOD und SBK von der Berner Politik:

  • Eine rasche Umsetzung der Ausbildungsoffensive im Kanton Bern
  • Angemessene Betreuungsschlüssel in allen Bereichen des Gesundheitswesens
  • Faire Abgeltung von Betreuungs- und Pflegeleistungen in allen Versorgungsbereichen
  • Genügend finanzielle Mittel, um eine Lohnentwicklung zu gewährleisten

Motion Schindler 232-2021

Motion Gabi Schönenberger 243-2021

Motion Kocher Hirt 188-2021