Tag des Service Public: Abbau im Öffentlichen Dienst stoppen

Von: Martin Dremelj, Gewerkschaftssekretär VPOD, Bundesverwaltung; Lirija Sejdi, Gewerkschaftssekretärin VPOD, Kantonsverwaltung

Der öffentliche Dienst steht zunehmend unter Druck. Sparmassnahmen, Reorganisationen und politische Vorstösse belasten die Beschäftigten und gefährden die Qualität der Leistungen. Am internationalen Tag des Service Public vom 23. Juni 2026 zeigt der VPOD Bern, wie zentral die Arbeit der Angestellten für unsere Gesellschaft ist und stellt sich klar gegen den fortschreitenden Abbau.

VPOD-Aktion am Tag des Service Public VPOD Bern

Während die Anforderungen an die Verwaltung stetig wachsen, wird gleichzeitig immer stärker gespart. Bürgerliche Parteien treiben zusätzliche Einschnitte voran. Dazu gehören beispielsweise beim Bundespersonal Einschränkungen beim Homeoffice, Personalabbau sowie eine Deckelung der Vollzeitstellen. Neue Stellen sollen nur noch dort geschaffen werden, wo an andere gestrichen werden.

Diese Entwicklung ist kurzsichtig. Sie verschlechtert die Arbeitsbedingungen der Mitarbeitenden und wirkt sich direkt auf die Qualität des Service Public aus. Gleichzeitig wird die öffentliche Verwaltung zunehmend schlechtgeredet, obwohl ihre Aufgaben komplexer und verantwortungsvoller werden.

«Wir haben genug von der unsinnigen Sparwut auf dem Buckel des Bundespersonals», sagt Martin Dremelj, Gewerkschaftssekretär Bund. «Sparpakete und zusätzliche Eingriffe treiben den Druck weiter in die Höhe und schwächen nicht nur die Verwaltung, sondern schlussendlich auch die Leistungen für die Bevölkerung.»

Auch beim Kantonspersonal ist der Druck spürbar. «Wir beobachten verstärkte Abbau-Tendenzen, insbesondere beim Personal an Hochschulen. Zudem steht das Personal des Amts für Arbeitslosenversicherung (AVA) wegen einer Umstellung des IT-Systems seit Monaten unter einer massiven Arbeitsbelastung.“, stellt Lirija Sejdi, Verantwortliche für das Kantonspersonal beim VPOD Bern fest.

Diese Entwicklung ist für den VPOD Bern nicht akzeptabel. Gute öffentliche Dienstleistungen sind nur möglich, wenn die Arbeitsbedingungen stimmen.

Aktionen zum Tag des Service Public

Am 23. Juni setzen die Mitglieder des VPOD Bern ein Zeichen. An verschiedenen Standorten verteilen sie Dankeskarten und Gipfeli an die Angestellten, unter anderem beim SECO, bei der kantonalen Arbeitslosenkasse und an der Universität Bern.

Mit den Aktionen macht der VPOD Bern sichtbar, was oft vergessen geht: Der Service Public funktioniert nur dank den Menschen, die ihn täglich tragen.