Beim Zusammenschluss von Tagesstätten und Tagesschulen 2022 setzen sich VPOD-Mitglieder vehement für bessere Arbeitsbedingungen und insbesondere für den Betreuungsschlüssel 1:6 ein. Dieser wurde beschlossen und mittlerweile für den Zyklus 1 umgesetzt, wird seitdem aber wiederholt im Budgetprozess wieder angegriffen. Letztes Jahr wurden unmittelbar vor den Sommerferien Massnahmen verkündet, die direkt auf das neue Schuljahr eingeführt wurden und zu Qualitätsabbau geführt hätte. Über Lobbying beim Stadtparlament liessen sich im Nachgang einige Punkte wieder rückgängig machen.
Breite Beteiligung gegen drohende Kürzungen
Auch für 2027 steht die Tagesbetreuung weiterhin im Fokus, wenn es dem Gemeinderat darum geht, Kosten einzusparen. Wieso? Die Tagesbetreuung der Stadt ist ein Erfolgskonzept. Es besuchen rund zwei Drittel mehr Kinder das Angebot als noch vor vier Jahren. Gemeinsam mit dem besseren Betreuungsschlüssel im Zyklus 1 haben sich so die Betreuungsstunden beinahe verdoppelt. Logisch sind dadurch auch die Kosten explodiert.
Bevor aber die Politik über die Köpfe der Betreuenden das Angebot wild zusammenstreicht, hat der VPOD interveniert. In der Stadt Bern gilt das Mitwirkungsverfahren, d.h. der VPOD darf Vorschläge machen und muss in die Erarbeitung der Vorschriften miteinbezogen werden.
Um den Druck zu erhöhen, durften dieses Mal nicht nur bestehende Mitglieder ihre Ideen einbringen. Das Verfahren wurde geöffnet und alle Mitarbeitenden hatten die Möglichkeit, an einem von drei Anlässen oder per Mail ihre Forderungen, Bedenken und rote Linien zum Ausdruck zu bringen. Über 200 Angestellte haben daran teilgenommen. Die gesammelten Meinungen sind nun beim VPOD und werden in einem Mitbericht zu Handen der Stadt Bern gebündelt.
