Covid an Berner Schulen

In der Pandemie: Die Schulen stärker schützen und stützen! Dies fordert die Gruppe Bildung des VPOD Kanton Bern.

Die Bildungsgruppe des VPOD hat Regierungsrätin Christine Häsler persönlich einen Brief übergeben mit den Forderungen zu Covid an den Schulen im Kanton Bern. In einer Medienerklärung hat der VPOD Bern zudem die Forderungen öffentlich gemacht:

Die massiv gestiegenen Covid-Infektionen führen zu Verunsicherungen und Unruhe an den Schulen. Die beim VPOD organisierten Lehrpersonen sorgen sich sowohl um die physische und psychische Gesundheit der Kinder und Jugendlichen, wie auch um ihre eigene Arbeitssituation. Sie wollen in erster Linie ihren Bildungsauftrag wahrnehmen können. Vor diesem Hintergrund fordern sie von den verantwortlichen Bildungs- und Gesundheitsbehörden auf kantonaler und nationaler Ebene:

  1. Präsenzunterricht soll möglichst auf allen Stufen aufrechterhalten werden. Da sich Fernunterricht negativ auf die Chancengerechtigkeit und die psychische Gesundheit auswirkt, darf er nur als letztes Mittel eingesetzt werden. Um die negativen Folgen von Fernunterricht abzufedern, sind mittelfristig genügend Ressourcen (Aufstockung von Pools für Stützkurse, Schulpsychologie etc.) bereitzustellen.
  2. Der VPOD befürwortet Kampagnen zur Erhöhung der Impfquote, lehnt aber eine Impfpflicht ab. Obligatorisch hingegen sollen regelmässige Tests sein, um die Entwicklung beobachten und möglichst zielgerichtet reagieren zu können.
  3. Regelmässige Tests und Contact Tracing bedeuten für Schulleitungen, Lehrpersonen, Sekretariate und Hausdienste einen beträchtlichen Mehraufwand. Damit sich das Schulpersonal auf seine Kernaufgabe, nämlich die Umsetzung des Betreuungs- und Bildungsauftrags, konzentrieren kann, sind externe logistische und personelle Ressourcen von den kantonsärztlichen Ämtern und/oder dem Zivilschutz zu mobilisieren.
  4. Für die Impfwilligen an den Schulen sollen von den kantonsärztlichen Diensten und/oder dem Zivilschutz mobile Impfteams vorbeigeschickt werden. Dies garantiert insbesondere vulnerablen Personen den Zugang zur Boosterimpfung, ohne dass Stellvertretungen organisiert werden müssen bzw. allgemein logistisch-administrativer Mehraufwand generiert wird.
  5. Es braucht auf nationaler Ebene eine klare Strategie, die sich nach folgendem Grundsatz richten soll: Das Personal an den Bildungs- und Betreuungsinstitutionen muss sich auf seine Kernaufgaben konzentrieren können. Zu diesem Zweck müssen die Ressourcen der kantonsärztlichen Dienste aufgestockt und/oder der Zivilschutz mobilisiert werden.

Brief der VPOD-Bildungsgruppe an Regierungsrätin Christine Häsler vom 27.11. 2021