Aktuelles aus den Verwaltungseinheiten des Bundes

Bringe ein, was der VPOD in deinem Amt / deiner Verwaltungseinheit vertreten soll.

Der VPOD trifft sich regelmässig mit Direktion und HR von Verwaltungseinheiten des Bundes. Gerne bringen wir dort (ohne Nennung von Namen) die Stimmung der Angestellten und Anregungen des Personals ein.
Fragen und Anregungen bitte an: christof.jakob(at)vpodbern.ch

EHB

Am 12.12.2018 fand das jährliche Gespräch mit der Leitung EHB statt (Hr. Gnaegi, Hr. Perdrizat (Fr. Oertle war krank), Fr. Flühmann). Das EHB informierte über laufende Reorganisationsprojekte und betonte dabei, dass damit kein Personalabbau verbunden sei (teilweise werden zusätzliche Stellen geschaffen z.B. im Bereich Digitalisierung).
Nachdem der VPOD vor einem Jahr die ungenügenden Entschädigungen der Personalkommissionsarbeit kritisiert hat, wurden diese nun verbessert. Bei den Lohnmassnahmen richtet sich das EHB in etwa nach der Praxis in der Bundesverwaltung (Details wird das EHB selber in den nächsten Tagen kommunizieren). Der VPOD verlangte, dass das Reglement höhere Lohnentwicklungen ermöglicht und sich dort dem Bund anpasst. Das EHB wird dies nach der Anpassung des EHB-Gesetzes prüfen.

SEM

Am 5. Dezember 2018 trafen sich die Personalverbände und Vertretungen der Personalkommission mit der Geschäftsleitung (GL) und dem HR des SEM (Fr. Büschi, Fr. Maurer, Hr. Stettler, Fr. Stoppia).
Die GL zog eine positive Bilanz der Umsetzung der Reorganisation. 58.4% der Angestellten hätten ihre Wunschstelle bekommen, 26.5% die Stelle ihrer 2. Präferenz. 5,1% haben die Stelle der 3. Präferenz, 5.1% eine neue Option, es gab einzelne Abgänge und 8 Fälle seien noch offen. Jetzt laufe der Stellenbesetzungsprozess auch extern für die aktuell noch ca. 40 Vakanzen v.a. in der Westschweiz, im Tessin und in der Zentralschweiz.122 Mitarbeitende hätten einen neuen Arbeitsort aber es sei niemand zu einem Arbeitsort gezwungen worden, der nicht unter den drei angegebenen Präferenzen gewesen sei und die Begründungen, keinen Wunsch ausserhalb von Bern anzugeben, seien sehr grosszügig akzeptiert worden.Von Seiten der Personalverbände wurden auch kritische Rückmeldungen eingebracht.

Zudem wurde über die Details der flankierenden Massnahmen informiert, die auch für die bisher 11 Angestellten 2. Priorität (Studnenlohnangestellte) gelten, die jetzt eine feste Stelle bekommen haben. Auf Rückfrage des VPOD wurde informiert, dass es per 1.3.19 noch ca. 12'000 pendente Fälle habe und diese Arbeitsreserve bis zur 2. Jahreshälfte 2020 abgearbeitet würde. Bis dann hätten die Poolangestellten noch Arbeit aber über die Zukunft des Pools danach (bleibt zentral, wird regional oder gibt es nicht mehr???) sei bisher noch kein Entscheid gefallen.

Das SEM präsentierte zudem die Zahlen der befristeten Anstellungen nach Bereichen (aktuell sind durchschnittlich 19.5% der Stellen befristet). Dabei kam die heutige Praxis zur Sprache, dass fast alle Neuanstellungen befristet erfolgen - auch wenn diese keinen direkten Zusammenhang mit befristeten Finanzierungen haben. Der VPOD wies darauf hin, das diese Praxis gegen das Bundespersonalrecht (insbesondere Art. 28 BPV) verstossen dürfte. Das SEM klärt nun die Rechtmässigkeit der befristeten Anstellungen mit dem EPA ab.

Bundesamt für Statistik (BFS - OFS)

Am 12. November 2018 trafen sich die Personalverbände mit Dirketor Ulrich, Fr. Meyer und Hr. Maccecchini. Wir wurden informiert über die geplante Weiterentwicklung Statistik Schweiz: Ein längerfristiges Projekt welches eher dazu führend soll, dass die Arbeit im BFS spannender werde (mehr Analyse).
Aufgrund der Personalbefragung will das BFS aktiv werden bei der Verbesserung der Arbeitsabläufe / Entscheidprozesse, der internen Kommunikation und es bietet Austauschplattformen an. Auch bei der Entlöhnung soll angesetzt werden: Die Einreihung der Statistiker soll bundesweit vereinheitlicht werden (Referenzfunktion Statistiker mit Varianten Junior-/Seniorstatistiker erarbeiten). Zudem sollen uneinheitliche Lohneinstufungen (z.B. weil je nach Eintrittstermin die Erfahrungsjahre unterschiedlich angerechnet wurden) untersucht werden. Lohnkorrekturen dürften aber aus finanziellen Gründen nicht alle kurzfristig umsetzbar sein. Der VPOD begrüsst, dass das BFS seine Anregung aufgenommen hat (siehe letztes Gespräch) und dieses Projekt startet.

Thema waren auch die neuen Regelungen zu mobilen Arbeitsformen. Der VPOD begrüsst, dass neu ab 60 statt 80 Stellenprozenten Homeoffice möglich ist und ein klarer Ablauf definiert wird, an wen Angestellte gelangen können, wenn Vorgesetzte Homeoffice ablehnen.

Hintergrund frühere Gespräche: Am 19. März 2018 trafen sich die Personalverbände mit Hr. Ulrich, Fr. Meyer, Hr. Zaugg und Hr. Maccecchini. Diskutiert wurden insbesondere die Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung. Am meisten zu reden gab die Unzufriedenheit betreffend Lohn, welche im BFS besonders gross ist. Der VPOD wies darauf hin, dass dies wohlinsbesondere damit zu tun hat, dass viele BFS-Angestellte in zu niedrigen Lohnklassen eingereiht sind (z.B. wiss. Mitarbeitende nur in LK 22). Die BFS-Leitung teilt diese Ansicht, meint aber, eine Korrektur könne über den engen Personalkredit kaum finanziert werden. Auch wenn diese Korrektur evtl. nicht in einem Schritt finanzierbar sei, forderte der VPOD einen Plan, wie diese Ungerechtigkeit in den nächten Jahren schrittweise behoben werden kann.Das BFS wies zudem darauf hin, dass es ab 2019 mehr Freiheiten habe für eine höhere jährliche Lohnentwicklung (engere Vorgaben des EDI fallen weg). Neben dem Lohn war auch die sehr geringe Zufiredenheit mit der obersten Leitung auffallend. Ausser die lange dauernde Nichtbesetzung der Stellen bei den Ressourcen und der Grösse des Amtes konnte die Direktion keine genaue Erklärung dafür finden. Er selber sei zumindest bei den Bemerkungen, die gemacht wurden, kaum erwähnt, meinte Hr. Ulrich.
Bis Sommer läuft nun die Diskussion der Ergebnisse der Befragung auf Abteilungs- und Sektionsebene und die GL soll dann am 3.7.18 Massnahmen beschliessen, die ab September umgesetzt würden.

Der VPOD erkundigte sich zudem zur laufenden Überprüfung der Lohngleichheit von Mann und Frau im BFS. Diese sei gerade abgeschlossen worden: Es gäbe nur einen minimalen Lohnunterschied (0.8% - erlaubt sind bis 5%) zuungunsten der Frauen. Der VPOD wies darauf hin, dass es nun wichtig sei, einzelne auffällig tiefen Löhne genauer anzuschauen und allenfalls zu korrigieren. Das BFS hat dies zugesagt.

Agroscope

Am 26. September 2018 trafen sich die Personalverbände mit der Leiterin Agroscope, Fr. Reinhard zu einem offenen Gespräch. Betreffend der Standortfrage würden aktuell die fainanziellen Folgen von drei Varianten berechnet: Campus mit Satelliten, Campus mit 2 grösseren "Hubs" und Satelliten sowie 2 Standorte mit Satelliten. Geplant sei auf Grundlage der ersten Ergebnisse dieser Berechnungen eine Aussprache im Bundesrat vor Ende 2018. Angestrebt würde ein rascher Entscheid. Nicht korrekt war der Titel in der NZZ vom 20.6. (Zentralisierung von Agroscope abgeblasen).

Betreffend der Auslagerung von Agroscope aus der Bundesverwaltung als öffentlich rechtliche Anstalt (Motion Häberli-Koller) wird es eine erneute Diskussion geben, falls diese auch im Nationalrat angenommen wird. Frau Reinhard sieht Vorteile (Vereinfachung beim Anbieten von Dienstleistungen) und Risiken (IT... selber aufbauen, neues Steuerungsgremium, ev. Wegfall von Vollzugsaufgaben).

Das Protokoll der Sozialpartnergespräche wird in Zukunft wieder ins Intranet gestellt (vertrauliche Informationen werden nicht protokolliert).

Hintergrund frühere Gespräche: Am 5. Juni 2018 trafen sich die Personalverbände erstmals mit Fr. Reinhard, der neuen Leiterin. Sie zeigte sich erstaunt, dass die Personalverbände stark protestierten, obwohl bisher fast nur beim Personal gespart wurde und jetzt geplant sei, mehr bei den Gebäuden zu sparen. Der VPOD wies darauf hin, dass der Auftrag, nach den bereits erfolgten Sparrunden nun nochmals 40 Mio zu sparen grundsätzlich bekämpft werde. Vorbehältlich anderer Entscheide ist aber der Sparauftrag aus Sicht von Fr. Reinhard weiterhin gültig und sie habe die Aufgabe, die Umsetzung zu planen. Sie informierte zudem über die verschiedenen eingesetzten Arbeitsgruppen und verwies auf die Vorteile eines Campus. Dieses Projekt müsste allerdings vom Parlament genehmigt werden. Plan B wäre eine Verdichtung auf Hauptstandorte.
Das WBF begründete am 29.3.18 die Massnahmen bei Agroscope (20% Einsparungen, Effizienzgewinne für Investitionen nutzen, nur noch ein Hauptstandort mit ca. 10 Satelliten). Der Zeithorizont von über 10 Jahren ermögliche sozialverträgliche Lösungen. Auf Rückfrage des VPOD gab das GS zu, dass der definitive Entschied durch den Bundesrat noch nicht gefällt worden sei und dass auch im Parlament mit Widerstand zu rechnen sei. Der VPOD deponierte, dass das Personal nach mehreren Reorganisationen die Nase voll habe und das Vorgehen die Angestellten demotiviere und verunsichere.

BLW

Am 25. Juni 2018 traf sich der VPOD mit der Direktion BLW: Direktor Lehmann wird per 1.7. 2019 pensioniert, die Stelle wird im Oktober 2018 ausgeschrieben und die Nachfolge sollte bis März 2019 bestimmt sein. Trotz schlechter Ergebnisse in der Personalbefragung beim Punkt "Oberste Leitung" ist der Direktor der Meinung, dass die Fortsetzung der bisherigen Projekte (offene Lokaltermine zur Diskussion, wo der Schuh drückt, Montagsinfo aus der GL) der richtige Weg sei. Zentrale Massnahmen aufgrund der Personalbefragung seien nicht geplant aber in einem Divisionsbereich sei der Handlungsbedarf erkannt. Betreffend Agroscope komme es zu Verzögerungen und der Bundesrat werde bald über Varianten und Vorgehen beraten.

WBF

Am 29. März 2018 trafen sich die Personalverbände mit dem Generalsekretariat WBF (Stv. GS Hr. Markwalder, HR-Chef Hr. Wüthrich). Im Zentrum standen dabei Agroscope und BWO. Informiert wurde zudem, dass im WBF keine weitere Projekte laufen, von denen das Personal einschneidend betroffen wäre. Zudem wurden die Ergebnisse der Personalbefragung in den Verwaltungseinheiten des WBF und der Handlungsbedarf diskutiert und der VPOD forderte, dass neben den Richtlinien des EPA zu mobilem Arbeiten nicht jede Verwaltungseinheit noch zusätzliche Auflagen macht für die Bewilligung vom Home Office. Dafür setzt sich auch das GS WBF ein. Zudem wurde über Agroscope und BWO diskuteirt (siehe dort).

BWO (Bundesamt für Wohnungswesen)

Der VPOD hat sich engagiert gegen den Abbau und die Verlagerung des BWO und unterstützt nun das betroffene Personal.
Der VPOD hat eine Studie publik gemacht, welche einen Ausbau des BWO zu einem Kompetenzzentrum empfiehlt und hat gegen den massiven Abbau lobbyiert: Leider mit wenig Erfolg. Das BWO soll bis zu 25% einsparen (ursprünglich waren 30% vorgesehen) und nach Bern verlagert werden. Der VPOD wird sich auch jetzt weiter für das betroffene Personal einsetzen.

Artikel AZ-Medien vor dem Entscheid
Artikel AZ-Medien nach dem Entscheid

Hintergrund: Der Bundesrat hat im Mai 2018 entschieden: Verlegung des BWO nach Bern, Abbau von bis zu 25% der Stellen aber das BWO bleibt ein Bundesamt. Hintergrund gemäss WBF sei, dass die WEG-Förderung sinke bzw. auslaufe wodurch 7 bis 9 Stellen wegfallen würden. Das Gebäude in Grenchen seien schon jetzt zu gross und danach erst recht. Die vorgeschlagene Verlagerung nach Bern würde sicher Jahre dauern, auch wenn das WBF davon ausgehe, dass ein Neubau nicht nötig sein werde.
Der VPOD wies darauf hin, dass der Moment für die Diskussion stossend sei: Kurz vor der Behandlung der Initiative des Mieterverbandes, welche dem BWO mehr Aufgaben geben würde bzw. der Diskussion über einen Gegenvorschlag (10 Jahre Wohnbauförderung). Zudem sei die Verlagerungspolitik (von Bern nach Grenchen und evtl. wieder zurück nach Bern) für das Personal (und die Region) stossend.
Die deponierte Frageliste wird vom WBF schriftlich beantwortet und die Antworten sollen im Intranet zugänglich gemacht werden.

BIT

Am 7. Mai 2018 fand ein Sozialpartnertreffen mit Direktor Conti und Hr. Häner (Leiter HR) statt. Aufgrund der vorher durchgeführten Umfrage bei den Mitgliedern, konnte der VPOD aktiv viele Themen und Anliegen einbringen:
- Das BIT habe wie alle Leistungserbringer die Vorgabe, 10% zu sparen, erhalte aber gleichzeitig Mittel für neue Projekte, was zu Verschiebungen führe (weniger Produktion, mehr Entwicklung). Da viele Pensionierungen anstünden, hofft das BIT diesen Umbbau über die Fluktutation 2019-22 auffangen zu können.
- Vom WTO-ausgeschreibenen Outsourcing wären aktuell 28 BIT-Angestellte betroffen. Anbieter müssten eine zweijährige Weiterbeschäftigung und zumutbare Bedingungen (Lohn, Arbeitsweg, Pensionskasse...) garantieren. Hr. Copnti meint, dass WTO-Ausschreibung erfolgreich sein werde. Falls nicht müsste das BIT die Aufgaben weiter selber wahrnehmen.
- Direktor Conti ist kein Fan von Karriereplanung, da diese oft Frustrationen kreiiere. Er findet aber die Anregung interessant, aktiver Möglichkeiten zu schaffen, in anderen Bereichen zu arbeiten (Stages...). Zudem würden auch die zunehmende Arbeit in Projekten (DevOps) neue Perspektiven ermöglichen.
- Das BIT gebe mehr aus für Weiterbildung als die Zielgrösse beim Bund (0.8-1.2% des Personalkredits). Mit dem Team Entwicklungs Plan (TEP) werde gezielt das ausgebildet, was in Teams fehle. Die Anregung für Online-Schulungen wird geprüft.
- Direktor Conti will an den zwei jährlichen obigatorischen BIT-Anlässen festhalten, damit alle im BIT im gleichen Film seien.
- Das Thema "Führungsspanne" (wieviele Untergebene pro Vorgesetzte/r) sei ein Thema: Es gäbe einige zu kleine Teams, andere seien zu gross. Das Thema wird vom BIT am nächsten Treffen (November oder Dezember) aufgenommen.

Hintergrund: Medienmitteilung des VPOD Bundespersonal zu den Entlassungen im BIT vom 15. März 2017

Dein Kontakt für Rückmeldungen und Vorschläge, die der VPOD im Rahmen der Sozialpartnerschaft in deiner Verwaltungseinheit einbringen soll.

VPOD Bern
Monbijoustr. 61
CH 3000 Bern 23

Telefon: +41 (0)31 371 67 45
Fax: +41 (0)31 372 42 37

christof.jakob(at)vpodbern.ch

Christof Jakob, Gewerkschaftssekretär VPOD: «Ich nehme deine Anregungen zur Personalpolitik in deinem Bundesamt gern entgegen.»