Aktuelles aus den Verwaltungseinheiten des Bundes

Bringe ein, was der VPOD in deinem Amt / deiner Verwaltungseinheit vertreten soll.

Der VPOD trifft sich regelmässig mit Direktion und HR von Verwaltungseinheiten des Bundes. Gerne bringen wir dort (ohne Nennung von Namen) die Stimmung der Angestellten und Anregungen des Personals ein.
Fragen und Anregungen bitte an: christof.jakob(at)vpodbern.ch

Staatssekretariat für Migration (SEM)

Am Sozialpartnergespräch vom 21. November 2017 erläuterte Staatssekretär Gattiker als Einstieg das aktuelle Umfeld und betonte, dass rund um UNOS viel in die Information der Mitarbeitenden investiert werde. Ganz besonders hob er zudem die Wichtigkeit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie hervor und möchte dieses Thema am nächsten Treffen (Mai 2018) schwerpunktmässig besprechen. Für die rascheren Verfahren im Asylbereich sei ca. 40% mehr Personal nötig: Trotz niedrigen Asylgesuchszahlen werde also in Zukunft mehr Personal benötigt. Im Rahmen von UNOS würden im Dezember die Abteilungsleitungen, von Januar-März 18 die Sektionsleitungen und bis Herbst 2018 auch alle übrigen Stellen besetzt. Das Pilotprojekt Romandie werde im Dezember 17 intern ausgeschrieben und besetzt. Zudem wurden die Unterstützungsangebote zu UNOS kurz erläutert (Kompetenzbilanzen, Stage, 2-tätige Schulungen).

Der VPOD wies auf Führungsprobleme und Unzufriedenheit im Bereich der Poolangestellten hin. Das SEM verwies darauf, dass Fehler (z.B. zu niedrige falsch berechnete Lohnentwicklung) korrigiert würden. Staatssekretär Gattiker bezeichnete die Struktur mit den Coaches als einzigartig ("sui generis") im SEM und die Struktur werde im Rahmen von UNOS überprüft. Der Anhörungspool bleibe, wie er organisiert werde, sei aber erst im Februar 2018 klar.

Am 24. Oktober 2017 fand die letzte Aussprache zwischen VPOD und SEM (Hr. Jeannottat, Hr. Baltisberger) betreffend Angestellten im Stundenlohn (Anhörungspool, Protokollführende) und DolmetscherInnen statt. Ein nächstes Gespräch ist für den 30. Januar 2018 geplant.

EDA

Am Gespräch mit Direktor Pitteloud vom 21. November 2017 standen wiederum die Veränderungen bei der beruflichen Entwicklung im Zentrum. Die konsularischen Dienste würden ein starker Pfeiler bleiben, wurde betont. Auch wenn noch nicht alles definitiv sei: Wir sollten dem EDA vertrauen, denn das EDA sei auch interessiert, das Personal sinnvoll einzusetzen. Verschiedene Formen der Mitwirkung von Personal und Verbänden im weiteren Prozess wurden erläutert.

Erklärt wurde das Vorgehen bei der Lohnklasseneinreihung (Beizug von Know-how von EPA und Migros, Bewertungsmodell) und als erstes Ergebnis eine noch provisorische Einreihung der Hauptfunktionen präsentiert. Die definitiven Einreihungen würden im März 2018 kommuniziert. Danach würden auch die DEZA-Rotationsstellen und später auch alle anderen Stellenbeschriebe überprüft in Bezug auf die Kohärenz der Einreihung.

Gemäss heutigem Stand hätten bei der Überführung 150 Mitarbeitende dieselbe Lohnklasse. Bei 280 Mitarbeitenden würde die Lohnklasse und der Lohn per 1.2019 erhöht. Für 140 Mitarbeitende über 55 und weitere 170 Mitarbeitende (noch nicht im Maximum der Lohnklasse) gälten spezielle Besitzstandregelungen. Für Angestellte im FB1 in LK 20 wurde mit dem EPA eine 10-jährige Besitzstandregelung für die 45-54-jährigen ausgehandelt (56 Mitarbeitende profitieren davon).

Erläutert wurden auch die Prinzipien des Versetzungsprozesses. Wie die Abläufe genau sein werden, steht aber noch nicht fest.

Die detaillierte Präsentation der DR für den internen Gebrauch mit Beispielen zur Lohnentwicklung im Versetzungsprozess kann beim VPOD bestellt werden.

Zu folgenden vom VPOD eingebrachten Themen versprach die DR den Einbezug der Sozialpartner und weitere Informationen:

- Frühpensionierung im EDA (wie wird der generelle Beschluss des Bundesrates für das Rentenalter 65 für EDA-Personal an Einsatzorten mit sehr schwierigen Lebensbedingungen umgesetzt?)

- Überbrückungsrente (welche physisch oder psychisch besonders belasteten Berufskategorien im EDA erhalten weiterhin eine Überbrückungsrente ab 62?)

- Änderung Bundesgesetz über die Bearbeitung von Personendaten im EDA (welche Daten über die Intimsphäre, die Gesundheit und über religiöse Ansichten und Tätigkeiten vom versetzbaren Personal sollen im EDA erfasst werden?)

Hintergrund früherer Gespräche: Am 7. Juni und 11. September 2017 fanden bereits Gespräche zum Projekt "Berufliche Entwicklung im EDA" statt. Die Eckwerte des Projektes "System der beruflichen Entwicklung im EDA" stehen seit dem Bundesratsentscheid vom 12. April 2017 fest: Die Personalverbände haben in einigen Punkten Verbesserungen erreichen können (z.B. vierjährige Besitzstandgarantie bei Versetzungen). Der VPOD weist die Mitglieder auf die Bedeutung der Stellenbeschriebe hin, die vorerst für alle Stellen, die bisher nicht eingereiht sind, gemacht werden.

Der VPOD hat zudem eine Aussprache zu den befristeten Verträgen im EDA verlangt. Der VPOD wies darauf hin, dass befristete Verträge nur unter bestimmten Bedingungen zulässig sind (befristete Aufträge, befristete Finanzierung) und für Dauerstellen feste Anstellungen gemacht werden müssten. Direktor Pitteloud gab zu, dass die heutige Praxis des EDA wohl nicht der Rechtssprechung des Bundesverwaltungsgerichtes entspräche. Er versuche, die Anzahl der befristeten Stellen weiter zu senken (momentan 161 bzw. 6.6% befristete Stellen im EDA, Ende 2014 seien es noch 243 bzw. 9,5% gewesen). Der VPOD begrüsst die Bemühungen, hat aber auch sein Erstaunen ausgedrückt, dass das EDA an seiner widerrechtlichen Praxis festhalten will.

Agroscope

Das sozialpartnerschaftliche Treffen mit Direktor Gysi, Hr. Guidon, Fr. Plumettaz und Hr. Wüthrich (GS WBF) fand am 6. November 2017 statt. Informiert wurde auf Wunsch des VPOD über die aktuelle Situation in den Auslagerungsprojekten. Zudem wurde darauf hingewiesen, dass viele befristete Verträge aus Spargründen - anders als früher - nicht verlängert würden. Das Budget für Leistungsprämien (330'00 Fr.) wurde auf die Bereiche verteilt nach Anzahl Stellenprozenten. GL und Bereichsleitungen hätten also durchschnittlich pro Stelle gleich viel Prämien wie die übrigen Angestellten. Wie die Verteilung zwischen Gruppenleitungen und Mitarbeitenden sei, könne erst ausgewertet werden, wenn alle Mitarbeitergespräche vorbei seien. Zusätzlich gebe es weiterhin Spontanprämien (200-500 Fr.). Die Personalverbände wiesen zudem auf die teilweise herrschende Misstrauenskultur auch in Zusammenhang mit MOVE hin. Agroscope ist froh um Hinweise, wo es klemmt, weist aber auch darauf hin, dass ca. 90% der Mitartbeitenden 2016 eine Beurteilung der Stufe 3 erhalten haben. In Zusammenhang mit Telearbeit wurde auf geplante Ändeurngen auf Bundesebene hingewiesen: SItuativ soll neben dem Ermöglichen einzelner Tage Home Ofiice auch in Einzelfällen der Arbeitsweg als Arbeitszeit anrechenbar sein. Die Kompetenz dafür liegt beim direkten Vorgesetzten. Für eine regelmässige Bewilligung von mobilen Arbeitsformen ist bei Agroscope die Bewilligung durch den Direktor nötig. Dies dient der Kontrolle der Kosten (Einrichtung mobiler Arbeitsplätze) und der einheitlichen Handhabung. Weitere Themen waren die Zusammenfassung von Labors (wie dies im Liebefeld und Posieux beretis der Fall ist), die Reduktion der Stellen am Empfang (Ziel bleibt 100% Präsenz wenn finanzierbar) und der Umzug nach Posieux (geplant für 2021+)

Hintergrund: Das vorletzte Treffen fand am 4. Mai 2017 statt. Auf Wunsch des VPOD kam es zu einer Aussprache zum Thema "Stimmung beim Personal" bei dem der VPOD die Verunsicherung durch ständige Abbaumassnahmen zum Thema machte. Direktor Gysi wies darauf hin, dass der Übergang zur neuen Struktur v.a. beim Kader zu zusätzlichen Belastungen führt. Da aufgrund fehlender finanzieller Mittel nicht alle Stellen besetzt werden könnten, wachse auch dort die Belastung des Personals und die Unsicherheit insbesondere bei befristet Angestellten (diese sollen in Zukunft fünf Monate vor Vertragsende erfahren, ob ihre Stelle verlängert werde). Für 2018 könne momentan von einem stabilen Budget ausgegangen werden, was ein gutes Zeichen sei. Der Umzug nach Posieux sei definitiv, verschiebe sich aber auf 2020. Die Direktion berichtete über den Stand betreffend der 24 Kaderstellen, die auf 10 Stellen reduziert wurde. Noch drei vom Abbau Betroffene hätten bisher keine Nachfolgelösung. Weiter wurde über den Stand betreffend Auslagerung der Kulturenproduktion informiert, die "gute Chancen habe". Falls diese zustandekommt, sollen alle Mitarbeitenden zu zumutbaren Bedingungen vom neuen Träger aus der Branche übernommen werden. Für die Auslagerung fehlt aber noch die gesetzliche Grundlage.

BIT

Medienmitteilung des VPOD Bundespersonal zu den Entlassungen im BIT vom 15. März 2017

BLW

Auf Anregung des VPOD trafen sich die Personalverbände am 22. November 2016 mit der Direktion des BLW. Themen waren die bisher umgesetzten Sparmassnahmen, die Massnahmen die nach den (eher schlechten) Ergebnissen der letzten Mitarbeiterbefragung ergriffen wurden und der Umzug nach Liebefeld (geplant für das 1. Quartal 2018).
Auf Führungsebene wurde einiges unternommen z.B. zur Verbesserung der Konfliktkultur. Der VPOD hat die Hoffnung ausgedrückt, dass dies jetzt auch noch bei den Mitarbeitenden ohne Führungsfunktion ankommt.

Diskussionsthema war auch Home office: Dies soll dort wo sinnvoll machbar auch möglich sein. Nein sagt das BLW momentan noch dazu, Arbeitszeit für das Arbeiten auf dem Weg im Zug anzurechnen. In Zukunft werde man dies aber auch anschauen müssen.

Fedpol / BAP

Am 14. November 2016 trafen sich die Personalverbände mit der Direktorin des BAP. Themen waren: Strategie fedpol, Reo BKP, Vorhaben im Personalbereich, Entscheide Personalkredit, New Guisan, Info aus den Verbänden.

Eine interessante Diskussion ergab sich über die Förderung der Chancengleichheit: Junge Frauen fühlen sich oft nicht ernst genommen in der männerdominierten Umgebung, Männer haben teilweise Angst, sie würden benachteiligt durch die aktiv geförderte Gleichstellungspolitik. Diskussionen gab es auch betreffend der Anrechnung der Reisezeit als Arbeitszeit: Der VPOD hat klargestellt, dass bei unfreiwilliger Versetzung der zusätzliche Arbeitsweg als Arbeitszeit gelten muss, während fedpol bei "freiwilligen" PendlerInnen selber entscheiden kann, ob Wegzeiten ausnahmsweise als Arbeitszeit gelten, weil auf dem Arbeitsweg gearbeitet werden kann. Fedpol wehrt sich zudem gegen weitere Sparmassnahmen beim Personal: Diese würden zu Abbau auch bei gesetzlichen Aufgaben führen.

Publica

Am 7. November 2016 fand ein Sozialpartnergespräch mit der Leitung von Publica statt. Es ging um die Personalpoltik der Publica aber auch um die Pensionskassenpolitik, welche alle Publica-Versicherten betrifft wie z.B. die Frage, wie die geplante Senkung des Umwandlungssatz und Abfederungsmassnahmen zugunsten des Personals. Der VPOD vertritt die Interessen der Versicherten in der Kassenkommission und den paritätischen Organen.

BBL - Reinigungspersonal

Am 18. Oktober 2016 traf sich der VPOD mit dem alten und neuen Direktor des BBL. Am traditionellen Runden Tisch ging es um die Anliegen des Reinigungspersonals. Themen waren u.a. der Stellenstopp und die für 2017 geplante Erhöhung derReinigungsfläche um 7% in Zusammenhang mit dem Jon-Master System, das effizienteres Reinigen erlaube.

SBFI

Am 21. September 2016 fand ein Treffen zum Thema "Stand der Organisationsentwicklung SBFI" statt. Ein paar wichtige Aussagen: Weitere Reos seien momentan nicht geplant. Ca. 25 Lohneinreihungen aus der OE SBFI seien noch beim GS WBF hängig , sollten aber im Oktober abgeschlossen werden. Betreffend Auslagerungen sei das betroffene Personal aktuell informiert. Herr Widmer ist momentan daran, verschiedene Ressorts zu besuchen auch um auf allfälligen Unzufriedenheiten eingehen zu können. Bei der Lohneinreihung würden im WBF Erfahrungsjahre in der Regel mit 2% angerechnet (Spielraum gemäss Weisung EFD ist 1-2%). Die Karenzfrist (3 Monate) bei Stellenwechseln solle nicht ewig weitergeführt werden.

Bundesamt für Statistik (BFS - OFS)

Am 6. Juni 2016 fand beim VPOD in Bern das Sozialpartnergespräch mit der Leitung des BFS statt. Schwerpunkt waren die Sparmassnahmen.

Zusammenfassung des Gesprächs BFS-Personalverbände

seco (TC)

Am 31. Mai 2016 informierte das seco die Sozialpartner über die Ergebnisse der Reorgansation und Neueinreihungen im Leistungsbereich TC (Travail/Chômage).

Kurzzusammenfassung des Gesprächs - Präsentation seco

Dein Kontakt für Rückmeldungen und Vorschläge, die der VPOD im Rahmen der Sozialpartnerschaft in deiner Verwaltungseinheit einbringen soll.

VPOD Bern
Monbijoustr. 61
CH 3000 Bern 23

Telefon: +41 (0)31 371 67 45
Fax: +41 (0)31 372 42 37

christof.jakob(at)vpodbern.ch

Christof Jakob, Gewerkschaftssekretär VPOD: «Ich nehme deine Anregungen zur Personalpolitik in deinem Bundesamt gern entgegen.»