Aktuelles aus den Verwaltungseinheiten des Bundes

Bringe ein, was der VPOD in deinem Amt / deiner Verwaltungseinheit vertreten soll.

Der VPOD trifft sich regelmässig mit Direktion und HR von Verwaltungseinheiten des Bundes. Gerne bringen wir dort (ohne Nennung von Namen) die Stimmung der Angestellten und Anregungen des Personals ein.
Fragen und Anregungen bitte an: christof.jakob(at)vpodbern.ch

SEM

Am 20. November 2019 trafen sich die Personalverbände und eine Vertretung der Personalkommission mit der Geschäftsleitung (GL) und dem HR des SEM (Fr. Büschi, Hr. Stettler, Fr. Stoppia, Hr. Weder, tw. Fr. Maurer).
Es gäbe weniger Gesuche als erwartet, altrechtliche Fälle sollten bis Herbst 2020 abgebaut sein. Das neue schnellere Verfahren sei sehr ressourcenintensiv. 68 Stellen seien bis Ende 2020 befristet und sollen voraussichtlich weitergeführt werden, aber einen Stellenabbau (über Fluktuationen) gäbe es wohl, weil die altrechtlichen Pendenzen bald abgebaut seien (15-20 Stellen). Klarheit gäbe es ca. im Mai 2020. Die Neustrukturierung sei gut gelaufen, der Frauenanteil im Kader habe sich deutlich erhöht (u.a. 11 Jobsharings).
Der VPOD brachte die sehr grosse Unzufriedenheit von Dolmetschenden und Stundenlohnangestellten zur Sprache: Monatelang war das SEM nicht zu Gesprächen bereit und letzte Woche wurden alle Vorschläge für materielle Verbesserungen abgelehnt. Der VPOD kündigte Aktionen/Streiks an. Das SEM entschuldigte sich für die Verzögerungen und erklärte, dass es bis Ende Jahr Verhandlungen mit dem VPOD geben werde,z.B. soll die Entschädigung bei Interviews, die kürzer sind als vorgesehen, verrbessert werden. (PS: Nach Rücksprache mit den Betroffenen wartet der VPOD nun die Verhandlungen bis Weihnachten ab.)
Auf Intervention des VPOD hat das SEM nun für alle Stellen definiert, ob sie direkt/indirekt oder gar nicht von den Asylzahlen und der befristeten Finanzierung abhängen. Aufgrund dessen sollen neue Stellen befristet oder unbefristet ausgeschrieben werden.
Der VPOD informierte zudem die SEM-Leitung, dass das BBL die Reinigung im SEM nicht mehr selber machen sondern an private Firmen auslagern wolle. Erfahrungsgemäss verschlechtern sich damit nicht nur die Anstellungsbedingungen des Personals sondern auch die Qualität der Reinigung leidet. Das SEM prüft nun, ob sie diese Auslagerung (auch wegen Sicherheitsbedenken) noch verhindern kann.
Ein nächstes ordentliches Treffen ist im Juni 2020 geplant.

Hintergrund vorheriges Gespräch: Am 26. Juni 2019 trafen sich die Personalverbände und eine Vertretung der Personalkommission mit der Geschäftsleitung (GL) und dem HR des SEM (Hr. Gattiker, Hr. Stettler, Fr. Stoppia).
Nach einem Überblick (sehr tiefe Asylzahlen erlauben Zeit für Umstrukturierung und für alte Gesuche) wurde über die Neustrukturierung informiert: Das neue Verfahren funktioniere, Prozesse seien aufgezeichnet. Bei der med.Grundsversorgung und beim IT gäbe es noch Probleme. Quantitative Vorgaben und entsprechende Diskussionen gäbe es nur noch bei den altrechtlichen Fällen.
Befristete Stellen können i.d.R. bis Ende 2020 verlängert werden. Betreffend der Bedenken zur Rechtmässigkeit der befristeten Verträge im SEM werde nun eine genaue Analyse aller Organisationseinheiten durchgeführt, welche Stellen von befristeter Finanzierung abhängig seien und welche nicht. Letztere würden dann unbefristet besetzt. Die GL wird sich im September mit dem Ergebnis der Analyse befassen und am nächsten Gespräch (am 20. November) die Sozialpartner informieren.
Der VPOD brachte die Unzufriedenheit der Dolmetschenden und Stundenlohnangestellten im neuen Verfahren in dem alles kurzfristiger läuft zur Sprache. Die Verträge sind aus Sicht des VPOD rechtlich nicht korrekt (Arbeit auf Abruf...). Das SEM ist sich der Problematik bewusst und möchte, dass der VPOD die Forderungen der Betroffenen z.H: von Staatssekretär Gattiker formuliert (ist am 1.7. erfolgt) und verspricht weitere Gespräche und eine Antwort.

Bundesamt für Statistik (BFS - OFS)

Texte français ci-dessous

Am 4. November 2019 trafen sich die Personalverbände mit Hr. Direktor Ulrich, Fr. Meier, Fr. Mehira und Hr. Maccecchini.Betreffend Mehrfachnutzung von Daten (BR-Beschluss vom 27.9.19) wurde darauf hingewiesen, dass dies keinesfalls ein Sparprojekt sei: Es würden zusätzliche Stellen geschaffen, damit das BFS die Rolle einer Drehscheibe betreffend Daten übernehmen könne. Mittel- bis langrfristig könne sich der Arbeitsinhalt ändern (andere Art der Datenerfassung...) und spannender werden. Wichtig sei, dass entsprechende Kompetenzen erworben werden (Projekt Arbeitskompetenz 4.0).
Bei der Lohnpolitik würde die höhere Lohnentwicklung fortgeführt (+2% bei Beurteilung 3, +3,5% bei Beurteilung 4). Per 1.1. 2020 würde den AufholerInnen, die 2016-18 zu tief eingestuft wurden, die Löhne erhöht. Allerdings führe dies nur bei ca. einem Drittel der in dieser Zeit neu Angestellten zu Erhöhungen: 40 Personen erhalten zwischen 280 Fr. und ca. 3'000 Fr. mehr Lohn pro Jahr. Bei 2/3 der in diesen Jahren neu angestellt wurden, sei aber der Spielraum bei der Anstellung genutzt worden und die Löhne seien nicht wirklich zu tief und es gäbe keine Anpassung. Betreffend Lohnklasseneinreihung laufe vorerst eine Analyse, ob die BFS-Löhne systematisch zu tief seien (was vermutet werde) oder nur in einzelnen Bereichen. Angefangen mit den wiss. Mitarbeitenden würden dann bis Ende 2020 alle Lohnklasseneinreihungen überprüft. Der VPOD begrüsst, dass jetzt angegangen wird, was der VPOD bereits im März 2018 gefordert hat (siehe frühere Gespräche unten).

Vor einem Verbot von privaten Elektrogeräten würden zuerst Verpflegungszonen geschaffen (zuerst ein Prototyp) und gemeinsam mit Compers evaluiert. Aus Sicherheits- und Energiegründen sei aber das jetzige System nicht sinnvoll.

Der VPOD brachte zudem ein, dass sich Fälle von Führungsproblemen häuften, was auch andere Verbände bestätigten. Das Thema wird an der nächsten Sitzung vertieft.

Betreffend der Forderungen zum Frauenstreik wurden wir über den aktuellen Stand informiert. Der Direktor möchte doppelspuriges Vorgehen vermeiden und fände sinnvoll, wenn z.B. zwei Vertretungen des Kollektivs in die Compers gingen und diese Themen dort weiterverfolgen würden. Zudem gäbe es bereits eine Stelle für Gleichstellung im BFS. Der VPOD betonte die Wichtigkeit einer wirklichen aktiven Gleichstellungsstelle und forderte den Direktor auf, zu akzeptieren, dass es weiterhin ein aktives Frauenstreikkomitee gibt.

Aus zeitlichen Gründen wurden weitere Themen vertagt auf ein zusätzliches Treffen im Januar 2020.

Office fédéral de la statistique (OFS) (en français)

Le 4 novembre 2019, les associations du personnel ont rencontré M. Ulrich, Mme Meier, Mme Mehira et M. Maccecchini, directeur de l'OFS, et il a été souligné que l'utilisation multiple des données (décision BR du 27 septembre 19) ne constituait nullement un projet d'économie : des postes supplémentaires seraient créés pour que l'OFS puisse jouer le rôle de centre informatique. A moyen et long terme, le contenu du travail pourrait changer (différents types de collecte de données...) et devenir plus passionnant. Il est important d'acquérir les compétences appropriées (projet Compétence professionnelle 4.0).
Dans le domaine de la politique salariale, l'évolution salariale plus élevée serait poursuivie (+2% avec 3, +3,5% avec 4). A partir du 1.1. 2020, les salaires des "rattrapants" qui ont été classés 2016-18 trop bas seront augmentés. Cela n'entraînerait toutefois qu'une augmentation d'environ un tiers des nouveaux employés pendant cette période : 40 personnes recevraient entre 280 et 3000 francs de plus par an en salaire. Cependant, les 2/3 des nouveaux embauchés au cours de ces années ont utilisé la marge de manœuvre et les salaires n'étaient pas vraiment trop bas et il n'y a pas eu d'ajustement. En ce qui concerne la classification des salaires, une analyse est en cours pour déterminer si les salaires de l'OFS sont systématiquement trop bas (ce qui est supposé) ou seulement dans certains domaines. Commencé avec les employé(e)s scientifiques, d'ici la fin de 2020, toutes les classifications salariales des employés seraient alors révisées. Le SSP-VPOD se réjouit que la question qui est maintenant abordée soit celle qu'il a réclamée en mars 2018 (voir les discussions précédentes ci-dessous).
Avant l'interdiction des appareils électriques privés, des zones de restauration seraient d'abord créées (d'abord un prototype) et évaluées conjointement avec Compers. Cependant - du point de vu de la direction - pour des raisons de sécurité et d'énergie, le système actuel n'a aucun sens.
Le SSP-VPOD a également signalé que les cas de problèmes de leadership s'accumulaient, ce qui a été confirmé par d'autres associations. Le sujet sera discuté plus en détail lors de la prochaine réunion.
En ce qui concerne les revendications de la grève des femmes, nous avons été informés de la situation actuelle. Le directeur souhaite éviter une double action et jugerait utile que, par exemple, deux représentant(e)s du collectif devenait part de Compers et s'y penchent sur ces questions. En outre, il y aurait déjà une place pour l'égalité au sein de l'OFS. Le SSP-VPOD a souligné l'importance d'un organisme de promotion de l'égalité véritablement actif et a demandé à la direction d'accepter qu'il y ait toujours un comité de grève de femmes actif.
En raison de contraintes de temps, d'autres questions ont été reportées à une réunion supplémentaire en janvier 2020.

Hintergrund frühere Gespräche BFS-OFS: Am 12. November 2018 wurden wir informiert über die geplante Weiterentwicklung Statistik Schweiz: Ein längerfristiges Projekt welches eher dazu führend soll, dass die Arbeit im BFS spannender werde (mehr Analyse).
Aufgrund der Personalbefragung will das BFS aktiv werden bei der Verbesserung der Arbeitsabläufe / Entscheidprozesse, der internen Kommunikation und es bietet Austauschplattformen an. Auch bei der Entlöhnung soll angesetzt werden: Die Einreihung der Statistiker soll bundesweit vereinheitlicht werden (Referenzfunktion Statistiker mit Varianten Junior-/Seniorstatistiker erarbeiten). Zudem sollen uneinheitliche Lohneinstufungen (z.B. weil je nach Eintrittstermin die Erfahrungsjahre unterschiedlich angerechnet wurden) untersucht werden. Lohnkorrekturen dürften aber aus finanziellen Gründen nicht alle kurzfristig umsetzbar sein. Der VPOD begrüsst, dass das BFS seine Anregung aufgenommen hat (siehe letztes Gespräch) und dieses Projekt startet.
Thema waren auch die neuen Regelungen zu mobilen Arbeitsformen. Der VPOD begrüsst, dass neu ab 60 statt 80 Stellenprozenten Homeoffice möglich ist und ein klarer Ablauf definiert wird, an wen Angestellte gelangen können, wenn Vorgesetzte Homeoffice ablehnen.

Am 19. März 2018 trafen sich die Personalverbände mit Hr. Ulrich, Fr. Meyer, Hr. Zaugg und Hr. Maccecchini. Diskutiert wurden insbesondere die Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung. Am meisten zu reden gab die Unzufriedenheit betreffend Lohn, welche im BFS besonders gross ist. Der VPOD wies darauf hin, dass dies wohlinsbesondere damit zu tun hat, dass viele BFS-Angestellte in zu niedrigen Lohnklassen eingereiht sind (z.B. wiss. Mitarbeitende nur in LK 22). Die BFS-Leitung teilt diese Ansicht, meint aber, eine Korrektur könne über den engen Personalkredit kaum finanziert werden. Auch wenn diese Korrektur evtl. nicht in einem Schritt finanzierbar sei, forderte der VPOD einen Plan, wie diese Ungerechtigkeit in den nächten Jahren schrittweise behoben werden kann....

EDA

Der VPOD, die weiteren Personalverbände und die Interessengruppen des EDA trafen sich am 20. August 2019 mit der Direktion EDA unter Leitung von Bundesrat Cassis. BR Cassis stellte AVIS28 vor. Eine Klärung, was ein Botschafter/Konsul 2028 können müsse, stärke die Identität. Durch Möglichkeiten der Aus- und Weiterbildung soll auch Wertschätzung gezeigt werden und das entsprechende Ziel sei auch für 2020 wieder gesetzt. Die Personalreform sei erfolgreich umgesetzt, 800 Stellen neu eingestuft - häufiger höher als tiefer.

Der VPOD bedankte sich für das wichtige Engagement, verwies aber darauf, dass zum EDA auch die allgemeinen Dienste und die lokalen Mitarbeitetenden gehörten, die sich oft vergessen vorkämen, weil ihre Anliegen selten im Fokus lägen. Zudem berichtete der VPOD über Rückmeldungen aus der DEZA, wo viele die gemachten Tiefereinreihungen (v.a. von LK 25 zu LK 24) nicht verstehen und den Eindruck bekommen, dass ihre Arbeit nicht wertgeschätzt werde.

Dies löste eine längere Diskussion aus:
BR Cassis wies darauf hin, dass das Ziel eine EDA-Identität sei zu der sich alle zugehörig fühlen könnten und dass er bei Besuchen vor Ort auch immer die lokalen Mitarbeitenden begrüsse. Zudem will die DR in Zukunft auch die lokalen Mitarbeitenden einbeziehen bei der Personalumfrage, um deren Bedürfnisse besser zu kennen und biete auch ihnen gezielte Weiterbildungen an. Bei den allg. Diensten gebe es sehr viele Funktionen und es sei nicht möglich, überall ein Berufsprofil zu erarbeiten, aber Wertschätzung sei auch dort wichtig, meinte die neue Direktorin Tania Dussey-Cavassini.
Der Kohärenzcheck der Lohnklassen sei nötig gewesen, sagte der EDA-Personalchef Bernard Jaggy: Viele DEZA-Stellen seien im Vergleich zur übrigen Bundesverwaltung zu hoch eingestuft und durch die Verlagerung von Kompetenzen von Bern ins Feld seien dafür einige Stellen im Ausland höher eingereiht worden. Die Vertretung der DEZA doppelte nach, dass die anspruchsvolle Funktion der Beratung der Angestellten im Ausland durch die Mitarbeitenden in Bern zu wenig gewichtet werde und dass die Einreihungen weiter überprüft werden müssten. Kritisiert wurde auch die mangelnde Transparenz des Einreihungsprozesses.

Position bezog BR Cassis auch zum Thema Gleichstellung: Aus seiner Sicht besteht da primär Handlungsbedarf bei der Vertretung der sprachlichen Minderheiten. Zudem kündigte er an, dass die Versetzugsregeln strikter angewandt werden sollen: Wenn Mitarbeitende 16-20 Jahre am Stück im Ausland seien, bestehe die Gefahr, dass sie nicht mehr wirklich die Schweiz im Ausland vertreten würden.

Ein nächstes sozialpartnerschaftliches Treffen mit dem Bundesrat finde ca. in einem Jahr statt.

Agroscope

Am 13. Mai 2019 trafen sich Personalverbände, CPK, die Leitung und HR agroscope und HR GS WBF. Frau Reinhard kritisierte, wenn sie die eingegebenen Traktanden anschaue, fühle sie sich wie an einem Verhör. Die Personalverbände erklärten darauf ihre Rolle (bei uns landen die kritischen Fragen und Rückmeldungen, diese sind aber auch eine Chance für die Leitung, Probleme zu erkennen). Der VPOD brachte drei kritische Punkte ein:
1. Hierachiedenken/Controlling mimmt zu
2. Verunsicherung besteht weiterhin
3. Ältere Mitarbeitende/untere Lohnklassen haben wenig Perspektiven.

1. Frau Reinhard teilt diese Beobachtung nicht und Aufgaben würden vermehrt nach unten delegiert. Möglich sei, dass durch die stärkere Leistungsorientierung einzelne Chefs mehr unter Druck seien und diesen Druck weitergeben. Ein kontrollierender Führunsstil sei aber gar nicht das Ziel und das Thema werde im Rahmen der Toolbox "Führen" und in der Führungsausbildung aufgenommen.
2. Die Grundsatzentscheide zu den Standorten (Schwerpunkte Posieux, Changin und Reckenholz) seien gefallen und in Posieux solle sogar zusätzlich investiert werden (3. Etage mit modernen Laborräumen) wodurch statt 117 ca. 560 Angestellte dort arbeiten könnten. Der Entscheid im Parlament dazu ist Ende 2020 vorgesehen, Umzug ca. 2023. Schwerpunkte je Forschungsstandort würden im September kommuniziert.
3. Agroscope will auch älteren Mitarbeitenden und Angestellten in unteren Lohnklasse den Zugang zu beruflicher Weiterbildung ermöglichen.

Informiert wurden wir über die neue Zusammensetzung des Agroscope-Rates (wird in den nächsten Tagen öffentlich kommuniziert).
Das Protokoll der Sozialpartnergespräche wird ins Intranet gestellt (vertrauliche Informationen werden nicht protokolliert).

Hintergrund frühere Gespräche:
Am 26. September 2018 trafen sich die Personalverbände mit der Leiterin Agroscope, Fr. Reinhard zu einem offenen Gespräch. Betreffend der Standortfrage würden aktuell die fainanziellen Folgen von drei Varianten berechnet: Campus mit Satelliten, Campus mit 2 grösseren "Hubs" und Satelliten sowie 2 Standorte mit Satelliten.
Am 5. Juni 2018 trafen sich die Personalverbände erstmals mit Fr. Reinhard, der neuen Leiterin. Sie zeigte sich erstaunt, dass die Personalverbände stark protestierten, obwohl bisher fast nur beim Personal gespart wurde und jetzt geplant sei, mehr bei den Gebäuden zu sparen. Der VPOD wies darauf hin, dass der Auftrag, nach den bereits erfolgten Sparrunden nun nochmals 40 Mio zu sparen grundsätzlich bekämpft werde.

EDI

Am 9. Mai 2019 trafen sich die Gewerkschaft VPOD und die Personalverbände mit Lukas Bruhin und Walter Spizzo im GS EDI. Zu reden gaben vor allem die Ämter BAG und BFS, die vor grossen Veränderungen stehen: Das BAG sei stark gewachsen, habe mehr und komplexere Aufgaben aber nicht alle nötigen personellen Ressourcen erhalten. Das neue Ablagesystem (Actanova) führe zu grösseren Veränderungen, Prozesse würden überprüft. Im BFS sei die Harmonisierung der Datenerfassung eine grosse Herausforderung. Die Einreihung der StatistikerInnen werde überprüft (ursprünglich eine Forderung des VPOD), die Funktion soll amtsübergreifend einheitlich klassiert werden (ev. mit Varianten Junior-/Senior-StatistikerIn). 2020 soll ein Bericht vorliegen, danach erfolge vermutlich eine etappierte Umsetzung.
Betreffend genereller Lohnmassnahmen sind GS EDI und VPOD sich einig: Es müssen dafür die nötigen Mittel budgetiert werden und die Departemente dürften nicht gezwungen werden, Lohnmassnahmen mit Einsparungen im Personalbudget (sprich: Stellenabbau) kompensiert werden, wie dies nun für 2019 teilweise passiert ist.
Der VPOD überreichte dem GS die Forderungen des VPOD Bund zum Frauenstreik (revindications), empfahlt dem EDI, zum Frauenstreik Stellung zu beziehen.
Zudem besprach der VPOD mit dem GS das Ergebnis unserer Umfrage zu den Forderungen zur besseren Vereinbarkeit (résultats sondage).
Immerhin: In der Regel ist das EDI fortschrittlicher als der Rest der Bundesverwaltung.

Ein nächstes Gespräch findet spätestens in einem Jahr statt.

EHB

Am 12.12.2018 fand das jährliche Gespräch mit der Leitung EHB statt (Hr. Gnaegi, Hr. Perdrizat (Fr. Oertle war krank), Fr. Flühmann). Das EHB informierte über laufende Reorganisationsprojekte und betonte dabei, dass damit kein Personalabbau verbunden sei (teilweise werden zusätzliche Stellen geschaffen z.B. im Bereich Digitalisierung).
Nachdem der VPOD vor einem Jahr die ungenügenden Entschädigungen der Personalkommissionsarbeit kritisiert hat, wurden diese nun verbessert. Bei den Lohnmassnahmen richtet sich das EHB in etwa nach der Praxis in der Bundesverwaltung (Details wird das EHB selber in den nächsten Tagen kommunizieren). Der VPOD verlangte, dass das Reglement höhere Lohnentwicklungen ermöglicht und sich dort dem Bund anpasst. Das EHB wird dies nach der Anpassung des EHB-Gesetzes prüfen.

BLW

Am 25. Juni 2018 traf sich der VPOD mit der Direktion BLW: Direktor Lehmann wird per 1.7. 2019 pensioniert, die Stelle wird im Oktober 2018 ausgeschrieben und die Nachfolge sollte bis März 2019 bestimmt sein. Trotz schlechter Ergebnisse in der Personalbefragung beim Punkt "Oberste Leitung" ist der Direktor der Meinung, dass die Fortsetzung der bisherigen Projekte (offene Lokaltermine zur Diskussion, wo der Schuh drückt, Montagsinfo aus der GL) der richtige Weg sei. Zentrale Massnahmen aufgrund der Personalbefragung seien nicht geplant aber in einem Divisionsbereich sei der Handlungsbedarf erkannt. Betreffend Agroscope komme es zu Verzögerungen und der Bundesrat werde bald über Varianten und Vorgehen beraten.

WBF

Am 29. März 2018 trafen sich die Personalverbände mit dem Generalsekretariat WBF (Stv. GS Hr. Markwalder, HR-Chef Hr. Wüthrich). Im Zentrum standen dabei Agroscope und BWO. Informiert wurde zudem, dass im WBF keine weitere Projekte laufen, von denen das Personal einschneidend betroffen wäre. Zudem wurden die Ergebnisse der Personalbefragung in den Verwaltungseinheiten des WBF und der Handlungsbedarf diskutiert und der VPOD forderte, dass neben den Richtlinien des EPA zu mobilem Arbeiten nicht jede Verwaltungseinheit noch zusätzliche Auflagen macht für die Bewilligung vom Home Office. Dafür setzt sich auch das GS WBF ein. Zudem wurde über Agroscope und BWO diskuteirt (siehe dort).

BWO (Bundesamt für Wohnungswesen)

Der VPOD hat sich engagiert gegen den Abbau und die Verlagerung des BWO und unterstützt nun das betroffene Personal.
Der VPOD hat eine Studie publik gemacht, welche einen Ausbau des BWO zu einem Kompetenzzentrum empfiehlt und hat gegen den massiven Abbau lobbyiert: Leider mit wenig Erfolg. Das BWO soll bis zu 25% einsparen (ursprünglich waren 30% vorgesehen) und nach Bern verlagert werden. Der VPOD wird sich auch jetzt weiter für das betroffene Personal einsetzen.

Artikel AZ-Medien vor dem Entscheid
Artikel AZ-Medien nach dem Entscheid

Hintergrund: Der Bundesrat hat im Mai 2018 entschieden: Verlegung des BWO nach Bern, Abbau von bis zu 25% der Stellen aber das BWO bleibt ein Bundesamt. Hintergrund gemäss WBF sei, dass die WEG-Förderung sinke bzw. auslaufe wodurch 7 bis 9 Stellen wegfallen würden. Das Gebäude in Grenchen seien schon jetzt zu gross und danach erst recht. Die vorgeschlagene Verlagerung nach Bern würde sicher Jahre dauern, auch wenn das WBF davon ausgehe, dass ein Neubau nicht nötig sein werde.
Der VPOD wies darauf hin, dass der Moment für die Diskussion stossend sei: Kurz vor der Behandlung der Initiative des Mieterverbandes, welche dem BWO mehr Aufgaben geben würde bzw. der Diskussion über einen Gegenvorschlag (10 Jahre Wohnbauförderung). Zudem sei die Verlagerungspolitik (von Bern nach Grenchen und evtl. wieder zurück nach Bern) für das Personal (und die Region) stossend.
Die deponierte Frageliste wird vom WBF schriftlich beantwortet und die Antworten sollen im Intranet zugänglich gemacht werden.

BIT

Am 7. Mai 2018 fand ein Sozialpartnertreffen mit Direktor Conti und Hr. Häner (Leiter HR) statt. Aufgrund der vorher durchgeführten Umfrage bei den Mitgliedern, konnte der VPOD aktiv viele Themen und Anliegen einbringen:
- Das BIT habe wie alle Leistungserbringer die Vorgabe, 10% zu sparen, erhalte aber gleichzeitig Mittel für neue Projekte, was zu Verschiebungen führe (weniger Produktion, mehr Entwicklung). Da viele Pensionierungen anstünden, hofft das BIT diesen Umbbau über die Fluktutation 2019-22 auffangen zu können.
- Vom WTO-ausgeschreibenen Outsourcing wären aktuell 28 BIT-Angestellte betroffen. Anbieter müssten eine zweijährige Weiterbeschäftigung und zumutbare Bedingungen (Lohn, Arbeitsweg, Pensionskasse...) garantieren. Hr. Copnti meint, dass WTO-Ausschreibung erfolgreich sein werde. Falls nicht müsste das BIT die Aufgaben weiter selber wahrnehmen.
- Direktor Conti ist kein Fan von Karriereplanung, da diese oft Frustrationen kreiiere. Er findet aber die Anregung interessant, aktiver Möglichkeiten zu schaffen, in anderen Bereichen zu arbeiten (Stages...). Zudem würden auch die zunehmende Arbeit in Projekten (DevOps) neue Perspektiven ermöglichen.
- Das BIT gebe mehr aus für Weiterbildung als die Zielgrösse beim Bund (0.8-1.2% des Personalkredits). Mit dem Team Entwicklungs Plan (TEP) werde gezielt das ausgebildet, was in Teams fehle. Die Anregung für Online-Schulungen wird geprüft.
- Direktor Conti will an den zwei jährlichen obigatorischen BIT-Anlässen festhalten, damit alle im BIT im gleichen Film seien.
- Das Thema "Führungsspanne" (wieviele Untergebene pro Vorgesetzte/r) sei ein Thema: Es gäbe einige zu kleine Teams, andere seien zu gross. Das Thema wird vom BIT am nächsten Treffen (November oder Dezember) aufgenommen.

Hintergrund: Medienmitteilung des VPOD Bundespersonal zu den Entlassungen im BIT vom 15. März 2017

Dein Kontakt für Rückmeldungen und Vorschläge, die der VPOD im Rahmen der Sozialpartnerschaft in deiner Verwaltungseinheit einbringen soll.

VPOD Bern
Monbijoustr. 61
CH 3000 Bern 23

Telefon: +41 (0)31 371 67 45
Fax: +41 (0)31 372 42 37

christof.jakob(at)vpodbern.ch

Christof Jakob, Gewerkschaftssekretär VPOD: «Ich nehme deine Anregungen zur Personalpolitik in deinem Bundesamt gern entgegen.»