Aktuelles aus den Verwaltungseinheiten des Bundes

Bringe ein, was der VPOD in deinem Amt / deiner Verwaltungseinheit vertreten soll.

Der VPOD trifft sich regelmässig mit Direktion und HR von Verwaltungseinheiten des Bundes. Gerne bringen wir dort (ohne Nennung von Namen) die Stimmung der Angestellten und Anregungen des Personals ein.
Fragen und Anregungen bitte an:

Bundesamt für Statistik (BFS - OFS)

Texte français ci-dessous

Am Sozialpartnergespräch vom 13. Dezember 2022 machte Direktor Ulrich eine Rück- und Ausblick. Zusätzliche Aufgaben seien noch immer zu wenig finanziert und nur, weil einige Stellen nicht sofort besetzt werden konnten, gehe es finanziell keine roten Zahlen. Der Fachkräftemangel sei ein Problem (5-10 Stellen konnten länger nicht besetzt werden), dem man mit dem Angebot von Teilzeitstellen und internen Förderungen zu begegnen versuche. Für 2024 und 2025 sei wegen der Schuldenbremse im Bundeshaushalt mit weiterem Druck auf die Finanzen zu rechnen. Dies könnte dazu führen, dass einzelne Projekte verlangsamt umgesetzt würden.
Beim Projekt Einreihungen würden die 857 Stellenbeschreibungen ca. zu 80 Standartbeschreibungen zugeordnet. 70 davon seien erstellt. Nach den Sommerferien 2023 werde die definitive Lohnklasseneinreihung kommuniziert. Auf Rückfrage des VPOD erläuterte der Personalchef, dass wissenschaftliche Mitarbeitende teilweise nach wie vor in der Lohnklasse 22 eingereiht würden, aber weniger als heute (aktuell sind 80-85% der wissenschaftlichen Mitarbeitenden in der Lohnklasse 22). Es seien Vergleiche insbesondere mit dem BAG angestellt worden. Die Mehrkosten (ca. 0.8 bis knapp 3 Mio.) müsse das Amt selber finanzieren (z.B. über nicht besetzte Stellen): Es sei deshalb noch nicht klar, wie schnell die Umsetzung passieren werde.
Die Überprüfung der Lohngleichheit hat ergeben, dass es im BFS eine nicht erklärbare Lohndifferenz von 0.7% zuungunsten der Frauen gibt. Diese kleine Differenz ist statistisch nicht signifikant. Bei den letztjährigen Mitarbeiterbeurteilungen wurden insbesondere Angestellte in unteren und mittleren Lohnklassen und Teilzeitangestellte schlechter beurteilt und erhielten weniger Prämien. Dies betrifft anteilsmässig stärker Frauen: Da braucht es eine Sensibilisierung. Dasselbe gilt beim Anteil von Frauen in Kaderpositionen: Dieser hat zuletzt nicht mehr zugenommen und liegt unter den Zielwerten des Bundes.
Ein nächstes Gespräch soll im August 2023 stattfinden, wenn das Ergebnis der Lohneinreihung klar ist.

Hintergrund vorletztes Gespräch: Am Sozialpartnergespräch vom 14. März 2022 erläuterte Direktor Ulrich den Stand der laufenden Projekte und zeigte sich optimistisch, was die Finanzierung angeht (z.B. Nationale Datenbewirtschaftung).
Die Regelungen zu flexiblen Arbeitsformen wurden angepasst. Der VPOD erachtet die Regelung mit einem möglichen Anteil mobilem Arbeiten von 40-60% des Beschäftigungsgrades als vernüftig und fordert das BFS auf, die Erfahrungen nach einem Jahr unter Einbezug der Mitarbeitenden auszuwerten. Zudem wäre aus Sicht des VPOD wünschenswert, dass es möglich bleibt, bei Vertrauensarbeitszeit auch freie Tage statt eine Entschädigung zu beziehen.
Für Brückenlösungen bei Vakanzen wegen Stellenwechseln oder Mutterschaftsurlaub könnten Anträge gestellt werden, welche in der Regel gutgeheissen würden.
Bei der Präsentation der Auswertung der PEG von 2017-2020 fällt auf, dass gute Beurteilungen und Prämien seltener an Angestellte in niedirigen Lohnklassen und an Teilzeitangestellte gehen: Da besteht aus Sicht des VPOD Handlungsbedarf.
Die vor Jahren durch den VPOD angeregte Überprüfung der Lohnklassen verzögert sich leider weiter: Aktuell werden 80 Standartstellenbeschreibungen erstellt und dann die 900 Stellen diesen zugeordnet. Finanziell wirksam sollen Anpassungen der Lohnklasse per 1. 2024 werden.
Ein nächstes Treffen ist für den 28.11.2022 vorgesehen.

Office fédéral de la statistique (OFS) (en français)

Lors de l'entretien avec les partenaires sociaux du 13 décembre 2022, le directeur Ulrich a fait une rétrospective et a parlé des perspectives. Les tâches supplémentaires ne sont toujours pas suffisamment financées et ce n'est que parce que certains postes ne pouvaient pas être pourvus immédiatement que les finances ne sont pas dans le rouge. Le manque de personnel qualifié est un problème (5 à 10 postes ne pouvaient pas être occupés pendant longtemps), auquel on essaie de remédier en proposant des postes à temps partiel et des promotions internes.Pour 2024 et 2025, il faut s'attendre à une pression supplémentaire sur les finances en raison du frein à l'endettement dans le budget fédéral. Cela pourrait avoir pour conséquence de ralentir la mise en œuvre de certains projets.
Dans le cadre du projet Classifications, les 857 descriptions de poste sont réparties en 80 descriptions standard. 70 d'entre elles ont été créées. La classification salariale définitive sera communiquée après les vacances d'été 2023. En réponse aux questions du SSP, le chef du personnel a expliqué que certains collaborateurs scientifiques continueraient à être classés dans la classe de salaire 22, mais moins qu'aujourd'hui (actuellement, 80 à 85% des collaborateurs scientifiques sont dans la classe de salaire 22). Des comparaisons auraient été faites, notamment avec l'OFSP. Les coûts supplémentaires (environ 0,8 à près de 3 millions) doivent être financés par l'office lui-même (p. ex. par des postes non occupés) : Il n'est donc pas encore clair à quelle vitesse la mise en œuvre aura lieu.
Le contrôle de l'égalité salariale a montré qu'il existe à l'OFS une différence salariale inexplicable de 0,7% en défaveur des femmes. Cette petite différence n'est pas statistiquement significative. Lors des évaluations des collaborateurs de l'année dernière, ce sont surtout les employés des classes de salaire inférieures et moyennes et les employés à temps partiel qui ont été moins bien évalués et ont reçu moins de primes. Cela concerne proportionnellement plus les femmes : Une sensibilisation est nécessaire. Il en va de même pour la proportion de femmes occupant des postes de cadres : Celle-ci n'a plus augmenté récemment et se situe en dessous des valeurs cibles de la Confédération.
Un prochain entretien est prévu en août 2023, lorsque le résultat de la classification des salaires sera clair.

A l'avant-dernier réunion des partenaires sociaux du 14 mars 2022, le directeur Ulrich a expliqué l'état d'avancement des projets en cours et s'est montré optimiste quant à leur financement (par exemple, la gestion nationale des données).
La réglementation sur les formes de travail flexibles a été adaptée. Le SSP estime que la réglementation prévoyant une part possible de travail mobile de 40 à 60% du taux d'occupation est raisonnable et demande à l'OFS d'évaluer les expériences après une année en y associant les collaborateurs. En outre, le SSP estime qu'il serait souhaitable qu'il reste possible de prendre des jours de congé au lieu d'une indemnité en cas de travail fondé sur la confiance.
Des demandes pourraient être déposées pour des solutions transitoires en cas de changement d'emploi ou de congé de maternité, qui seraient généralement acceptées.
Lors de la présentation de l'évaluation des PEG de 2017-2020, il est frappant de constater que les bonnes évaluations et les primes sont plus rarement attribuées aux employés des classes de salaire inférieures et aux employés à temps partiel : Le SSP estime qu'il est nécessaire d'agir dans ce domaine.
La révision des classes salariales, suggérée il y a des années par le SSP, continue malheureusement d'être retardée : actuellement, 80 descriptions de postes standard sont établies et les 900 postes y sont ensuite attribués. Les adaptations des classes salariales devraient prendre effet financièrement au 1er janvier 2024.
Une prochaine réunion est prévue pour le 28 novembre 2022.

Agroscope

Am Sozialpartnergespräch vom 5. Dezember 2022 gaben die IT bzw. die Einsparungen bei der Forschung viel zu reden - ein Thema, das der VPOD einbrachte. Das Programm Fola funktioniert schlecht. Es werde aber laufend verbessert, verspricht Frau Reinhard, die Leiterin Agroscope. Das jetzige Flickwerk mit privaten Lösungen sei aber keine Alternative. In die IT sei zu wenig investiert worden und es brauche in Zukunft jährlich ca. 3 Mio. Franken mehr. Mehrkosten entstünden auch durch den Umzug, weil alte Geräte teilweise nicht mehr mitgenommen und ersetzt würden. Zudem sehe das Bundesbudget in den nächsten Jahren schlecht aus und es könnte zu Kürzungen kommen. Ca. 5 Mio. Franken müssten nun durch Einsparungen aufgefangen werden. Andererseits würden dank Einsparungen durch die Zusammenlegungen aber auch 9 Mio. Franken in die Forschung investiert und 50 zusätzliche Stellen geschaffen.
Die Fluktuation sei immer noch tief. Im Bereich Infrastruktur bestehe Personalmangel, in der Forschung hätte es noch genug Bewerbungen.
Die aktuellen Umzugstermine seien aufgeschaltet. In Posieux habe sich der Baubeginn um 4 Monate verzögert. Ziel sei aber immer noch die Fertigstellung auf Dezember 2024. Desksharing werde eingeführt (zuerst in Tänikon) - verbunden mit Ergonomie-Kursen.
Bei den Verbänden gab es einige Rückmeldungen zu MOVE: Fehlende Zielformulierungen, keine Zwischenwarnungen bei absehbar schlechter Beurteilung: Dies werde thematisiert, verspricht Frau Reinhard. Im MOVE werde neu die Führung stark gewichtet, wissenschaftliche Publikationen reichten nicht für eine gute Beurteilung.
In der Personalbefragung war die Überbelastung Thema. Aktuell würden die Ausfälle wegen Krankheit leicht zunehmen und seien etwas höher als im Durchschnitt des Bundes.
Betreffend Chancengleichheit von Frau und Mann sieht Agroscope aktuell keinen Handlungsbedarf.
Die CPK wünscht, dass Informationen zum Sozialpartnergespräch aufgeschaltet werden. Frau Reinhard prüft, ob ein Résumé gemacht werden kann.

Hintergrund: Das Sozialpartnergespräch vom 16.Dezember 2021 wurde per Skype durchgeführt. Frau Reinhard die Leiterin Agroscope erklärte, dass Agroscope probiere, in möglichst vielen Bereichen 2,5-5% einzusparen (z.B. Abbau Reception Liebefeld und Posieux), um insbesondere in die Informatik mehr investieren zu können. Insgesamt sei dies kein Abbauprojekt.
Bei Änderungen (Infrastruktur, Reorganisation) würden Mitarbeitende einbezogen. Es könnten aber nicht alle Wünsche erfüllt werden und teilweise müsse top down entschieden und versucht werden, die Mitarbeitenden trotzdem mitzunehmen. In Reckenholz würden Gerüchte gestreut, die nicht stimmen. Jetzt werde dort aktiv kommuniziert. Teilweise haben sich die Umzugsplanung etwas verzögert, aber insgesamt sei man auf Kurs.
Der Personalbestand bei Agroscope wächst: Insbesondere befristete Anstellungen nehmen zu, weil immer mehr Mittel aus befristeten Drittmitteln stammen würden (v.a. Anstellung von Doktoranden). Temporäre Anstellungen über externe Agenturen nähmen nicht zu.
Der VPOD brachte die Rückmeldung ein, dass in verschiedenen Bereichen die Arbeitsbelastung sehr hoch sei. Agroscope bestätigte dies. Die HR-Chefin Frau Schaller erklärte, dass dies auch für das HR gelte, wo es noch einen Abgang in der Leitung gab und viele Stellenbestzungen auch viel Arbeit brächten. Ab Frühling 2022 sollte sich die Lage aber wieder entschärfen. Frau Reinhard verwies darauf, dass insgesamt gemäss Personalbefragung die Belastung zwar gestiegen, aber die work-life-balance immer noch gut sei.
Schrittweise werde in den nächsten Jahren auf Desksharing umgestellt – z.B. in Tänikon auf Mitte 2022.
Stellen würden immer zuerst intern publiziert. Wer von einem Stellenwechsel über die Sprachgrenze betroffen ist, habe Priorität.
Die Grösse der CPK sei reduziert worden von 18 auf 9 Vertretungen. Diese hätten dafür für die CPK-Arbeit mehr Zeit zur Verfügung. Für die CPK-Wahl hätten sich nach einigen Anstrengungen 10 Personen für 9 Sitze beworben. Leider sei keine Vertretung aus Posieux dabei. Obwohl Posieux wächst, sei dort erstaunlicherweise ein starker Widerstand gegenüber Veränderungen zu spüren. Die CPK trifft sich monatlich mit dem HR und will sich mehr auf Schwerpunktthemen konzentrieren, um die Mitarbeit attraktiver zu machen.


EDA

Die Sozialpartner trafen sich am 29.11.2022 zu einem Austausch mit der Direktorin Tanja Dussey-Cavassini. Als Gast war
auch die neue Delegierte für Chancengleichheit, Miriam Ganzfried Couderc anwesend.

Informiert wurde über die Umsetzung der neuen Führungsgrundsätze (Vertrauen, Mut, Weitsicht). Gestartet wird mit Kaderanlässen und dann soll es nach "unten" gehen.

Der Concours 2022 sei erstmals deutlich verkürzt umgesetzt worden. Die Umfrage betreffend Versetzungszufriedenheit habe stabile Ergebnisse ergeben. Gesunken sei die Zufriedenheit mit der Kommunikation, was die DR erstaunt hat, weil sie sehr intensiv kommuniziert habe. Der VPOD wies auf den Frust von IZA-Angestellten hin, die sich für diplomatische Stellen beworben hatten: Ihnen wurde erst nach der Bewerbung kommuniziert, sie würden in der 1. Runde nicht berücksichtigt. Gemäss DR wurde der Effekt der DEZA-Reorganisation unterschätzt: Es habe sehr viele IZA-BewerberInnnen für diplomatische Stellen gegeben. Um nicht IZA-Stellen extern besetzen zu müssen, sei dies offen kommuniziert worden. Das Problem sei auch, dass es kaum Bewerbungen von DiplomatInnen für den IZA-Bereich gebe und diese oft keine Chance hätten, weil man ihnen mangelnde Qualifikation vorwerfe. Weil es sonst nicht mehr aufgegangen wäre, sei diese Steuerung aus Sicht der DR nötig gewesen. Der VPOD forderte, dass es mit der Durchlässigkeit vorwärts gehen solle. Dies gelte auch für die Mitarbeitenden der allgemeinen Dienste. Seitens DR wurde betont, es gäbe schon viel Durchlässigkeit, was teilweise von DiplomatInnen auch kritisiert würde. Der VPOD verlangte genaue Zahlen dazu. Angeregt wurde auch eine grundsätzliche Reform statt der jetzigen drei Karrieren und den übrigen "Nicht-Karrieren". Der VPOD schlug vor, auch bei der Ausbildung anzufangen und nicht einfach nur für eine Karriere auszubilden.
Kritisiert wurde auch, dass die Delegierte für Chancengleichheit nicht mehr in der Versetzungskommission sei (ein Entscheid von BR Cassis). Es sei aber noch nicht klar, ob dies dauerhaft so bleibe.

Für Begleitpersonen werden neue Leitsätze ausgearbeitet. Die Zuständigen in den Vertretungen sollten eine aktivere Rolle spielen (Begleitpersonen seien Chefsache).

Bei den HochschulpraktikantInnen im Ausland reichen die Saläre oft nicht zum Leben. Gemäss DR wurden bereits 46 Saläre nach oben angepasst. Bei Problemen überprüfe die DR die Löhne.

Bei der Überprüfung der Lohngleichheit sei die Lohndifferenz zuungusten der Frauen im EDA sehr klein (1.1%). Die Lohngleichheit im Aussennetz sei zwar erhoben worden (und etwas grösser), aber in dieser Zahl nicht enthalten. Aus Sicht der DR seien die Lohnberechnungen sehr transparent und die Regelungen im Intranet aufgeschaltet. Der VPOD regte an, einen Lohnrechner aufzuschalten, wie dies der Kanton Bern tut.

Hintergrund frühere sozialpartnerschaftliche Gespräche mit dem EDA:

Die Sozialpartner trafen sich zu einer virtuellen Sitzung am 10. Dezember 2021. Deza-Direktorin Patricia Danzi präsentierte das Projekt «Fit for purpose» - DEZA 2030 (Präsentation kann auf Rückfrage zugestellt werden):

Der Prozess läuft seit Oktober 2020, zusammen mit IZA Strategie 2021-2024. Reaktion auf neue Entwicklungen in der IZA führte dazu, dass die DEZA sich die Frage gestellt hat: Wie müssen wir uns aufstellen. Es wurden 600 Eingaben gemacht – erstaunlicherweise offenbar gar nicht so kontrovers. Gemäss Chef EDA sei das Ziel Umbau nicht Ausbau! + Rebalancing (Stärkung des Aussennetzes), DEZA muss mit 30 Stellen beitragen. Alles wird mit der Rotation 2022 umgesetzt werden. Kostenneutral. Die DR-Direktorin Tania Cavassini versprach: Für alle MA werden Lösungen gesucht, die sozial und zumutbar sind. ¾ des Personals werden die gleiche Arbeit («box moving») haben in neuen Organigramm. Die Topkader wurden vom BR am 10.12.2021 ernannt. Das neue Organigramm bildet «Nexus» und «Schärfung der Themen» ab und gilt – so wie wir es verstanden haben - ab 1.9. 2022.

Betreffend Neueinreihungen Lohnklassen z.B. von LK 25 zu 23: Der Prozess ist nicht abgeschlossen. Es müssen über 300 Stellenbeschreibungen neu bewertet werden. Gemäss Art 104 BPV sind Senkungen von maximal 3 Lohnklassen zumutbar. Es kommen die Regeln für das Rotationspersonal zu Anwendung gemäss VBPV EDA.

Der EDA-Umzug nach Zollikofen erfolgt im Sommer 2023.

SEM

Am 21.11. 2022 trafen sich die Personalverbände und PeKo-Vertretung mit Staatssekretärin Schraner Burgener, Vizedirektor Stettler und HR-Chefin Stoppia. Informiert wurde über die Ressourcensituation und das Projekt OFS.

Ukrainekrise sowie sonst hohe Asylzahlen führten zu einer enormen Belastung für das Personal im SEM. Zusätzliche Stellen sind bewilligt worden, Externe und Temporäre würden aufgeboten. Die Rekrutierung sei teilweise schwierig (zu wenig Bewerbungen). Zunehmend würden Verträge bis Ende 2023 und nicht nur bis Mitte 223 angeboten, was attraktiver sei. Es sei absehbar, dass ein Teil der UkrainerInnen Asylanträge stellen werde wodurch auch mittelfristig viel Arbeit auf das SEM zukomme. Für die hohen Überzeiten seien Lösungen gefunden worden, damit keine Überstunden verfallen.

Auch wenn die Optimierung der Führungsstruktur (OFS) noch eine zusätzliche Belatung sei, sei diese angesichts des wachsenden SEM dringend nötig. Die neuen Stellen würden jetzt top-down neu besetzt. Auf Stufe Mitarbeitende werde es aber bei den Stellenbeschrieben und der Lohnklasseneinreihung kaum Änderungen geben.

Hintergrund: Die Vertreter von VPOD, transfair und VKB trafen sich am 10. November 2021 ein letztes Mal mit Staatssekretär Mario Gattiker, der per Ende Jahr in Pension geht. Anwesend waren zudem Barbara Büschi (Stv. Direktorin), Mathias Stettler (Vizedirektor), Meret Stoppia (Chefin HR) und zwei Vertretungen der Personalkommission. Informiert wurde über das Diversity and inclusion-Projekt. Der VPOD zeigte sich erfreut, dass u.a. aktiv angestrebt wird, dass eine 50%-Stelle geschaffen werden soll und dass z.B. Angestellte in unteren Lohnklassen (und damit oft Frauen) nicht schlechter beurteilt werden und weniger Prämien erhalten, wie dies leider bisher überall in der Bundesverwaltung noch der Fall ist.
Das HR informierte, dass inzwischen alle, die befristet bis Ende 2021 angestellt waren inzwischen eine interne oder externe Stelle gefunden hätten. Einig waren sich die Sozialpartner, dass es bedauerlich ist, wenn es der Bund nicht schafft, einen einheitlichen Umgang mit Covid-Regelungen zu finden. Der VPOD wird sich - im Sinne der SEM-Leitung - beim Eidg. Personalamt dafür einsetzen, dass es für die gemachten Tests in Ämtern ein Zertifikat gibt, damit mehr Angestellte sich testen lassen. Kontrovers wurde die Maskenpflicht für Angestellte ohne Zertifikat diskutiert. Im SEM wird zudem aktuell die Frage der Zertifikatspflicht im Personalrestaurant diskutiert.
Zum Abschluss machte Staatssekretär Gattiker einen Rückblick auf 10 Jahre Sozialpartnerschaft und Personalpolitik im SEM. Seitens VPOD wurde gewürdigt, dass auch kritische Inputs aufgenommen wurden. Der VPOD wird sich weiterhin insbesondere für Angestellte in schwierigen Anstellungsverhältnissen (befristet, auf Abruf, Mandate) einsetzen. Ein nächstes Gespräch ist im Frühling 2022 vorgesehen.

EHB

Die Personalverbände trafen sich am 6.12. 2022 mit dem Präsidenten und der Direktorin EHB getroffen. Das Gespräch war offen und konstruktiv. In Zukunft finden Lohnverhandlungen mit den Personalverbänden statt (diesmal hatte die EHB bereits vor dem Treffen entschieden). Trotz schwieriger finanzieller Lage zahlt die EHB wie der Bund 2.5% Teuerungsausgleich. Individuell findet aber nur eine Anhebung auf die nächste Stufe im neuen Lohnsystem statt – individuelle Lohnmassnahmen gibt es sonst keine.
Die detaillierte Präsentation könnt ihr beim VPOD bestellen.

Hintergrund: Am 9.Dezember 2021 trafen sich die Personalverbände mit Wüthrich (EHB-Präsident), Fr. Fontanelaz (Direktorin) zu einer virtuellen Besprechung. Ab 1.2022 gilt die neue Personalverordnung für alle neuen Mitarbeitenden, bestehende Angestellte werden per 1.2023 (mit Besitzstandwahrung) ins neue Lohnsystem überführt. Aktuell werden Differenzen bei der Mitwirkungsverordnung diskutiert und die Sozialpartner werden dazu einbezogen. Per 1.22 erhalten die Angestellten der EHB wie die Bundesangestellten den Teuerungsausgleich von 0.5%. Die Finanzen stünden aktuell unter Druck, weshalb die Anstiege für Mitarbeitende in der Lohnentwicklung gesenkt wurden (nur 1% bei Beurteilung 3, 1.5% bei Beurteilung 4). Ziel ist, dass die Lohnentwicklung wieder erhöht werden kann, wobei dies in Zukunft über die Summe, die für Lohnmassnahmen zur Verfügung steht, passieren wird. Das neue Lohnsystem biete mehr Spielraum nach oben (im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten). Es ist aber noch nicht klar, ob Ende 2022 bereits das neue Beurteilungssystem umgesetzt werde.
Wer wird in Zukunft nach OR angestellt: Dies sei noch offen und müsse geklärt werden. Der VPOD äusserte sich kritisch betreffend OR-Anstellungen. Ein nächstes ordentliches Gespräch ist für Ende 2022 geplant.

FEDPOL

Am 30. November 2022 trafen sich Personalverbände und Leitung Fedpol zu einem offenen Gespräch. Über die Ergebnisse geben wir gern mündlich Auskunft: 031 371 67 45

Hintergrund vorheriges Gespräch: Am 22. Juni 2021 fand das Sozialpartnergespräch mit der Leitung Fedpol wieder vor Ort am Guisanplatz statt. Informiert wurde über den Umgang mit Covid. Mobiles Arbeiten wird nach der Rückkehr an den Arbeitsplatz flexibler geregelt. Es reichen mündliche Absprachen mit den Vorgesetzten. Auch die strikte Regel von 50% Präsenz am Arbeitsplatz wird nicht mehr gelten sondern ein "angemessener Teil". Genaue Information des Fedpol dazu werden folgen. Informiert wurde auch über die Aufgabenüberprüfung mit der das Fedpol sparen muss, um zusätzliche Aufgaben intern zu kompensieren sowie über die Projekte KAIZEN/turn the ship around zur Veränderung der Führungskultur. Die geplante Ausweitung des Pilotprojektes "Pikett BKP" auf andere Bereiche im Fedpol hat sich cornabedingt verzögert. Ein nächstes Treffen ist im November 2021 vorgesehen.

BIT

Am 30. November 2022 trfen sich Personalverbände und Leitung BIT zu einem offenen Gespräch. Über die Ergebnisse geben wir gern mündlich Auskunft: 031 371 67 45

Hintergrund: Am 11.2.2020 fand ein bilaterales Treffen von BIT (Dir. Lindemann, Hr. Zwahlen/Leiter Supportbereiche, Hr. Graf/Leiter HR) und VPOD (Christof Jakob) statt. Das BIT informierte bewusst in einer sehr frühen Phase über die geplante Transformation und versprach, diese sei mit keinen Kündigungen verbunden. Selbstorganisierte interdisziplinäre Teams, mobile Arbeitsformen, Trennung von inhaltlicher, methodischer und personeller Führung waren die Stichworte. Das o.k. des EFD müsse noch eingeholt werden, Zeitplan und Organigramm stünden noch nicht fest. Die Leistung werde alle 10 Wochen im Team gegenseitig (anonym) beurteilt und dies sei neben der Erreichung der Teamziele die Grundlage für die lohnrelevante Personalbeurteilung. Um Fachlaufbahnen zu ermöglichen und grosses Fachwissen besser honorieren zu können, fänden Gespräche mit dem EPA statt, um bessere Möglichkeiten bei der Lohnklasseneinreihung zu erhalten. Externe Anstellungen sollen reduziert werden (zu teuer) aber blieben für befristete Grossprojekte nötig. Das BIT sei bemüht, Kaderstellen wenn möglich mit Frauen zu besetzen.
Das Gespräch fand in einer offenen Atmoshäre statt und die Direktion beabsichtigt, den Dialog mit dem VPOD fortzusetzen.

Hintergrund frühere Reorganisation: Medienmitteilung des VPOD Bundespersonal zu den Entlassungen im BIT vom 15. März 2017

EDI

Am 9. Mai 2019 trafen sich die Gewerkschaft VPOD und die Personalverbände mit Lukas Bruhin und Walter Spizzo im GS EDI. Zu reden gaben vor allem die Ämter BAG und BFS, die vor grossen Veränderungen stehen: Das BAG sei stark gewachsen, habe mehr und komplexere Aufgaben aber nicht alle nötigen personellen Ressourcen erhalten. Das neue Ablagesystem (Actanova) führe zu grösseren Veränderungen, Prozesse würden überprüft. Im BFS sei die Harmonisierung der Datenerfassung eine grosse Herausforderung. Die Einreihung der StatistikerInnen werde überprüft (ursprünglich eine Forderung des VPOD), die Funktion soll amtsübergreifend einheitlich klassiert werden (ev. mit Varianten Junior-/Senior-StatistikerIn). 2020 soll ein Bericht vorliegen, danach erfolge vermutlich eine etappierte Umsetzung.
Betreffend genereller Lohnmassnahmen sind GS EDI und VPOD sich einig: Es müssen dafür die nötigen Mittel budgetiert werden und die Departemente dürften nicht gezwungen werden, Lohnmassnahmen mit Einsparungen im Personalbudget (sprich: Stellenabbau) kompensiert werden, wie dies nun für 2019 teilweise passiert ist.
Der VPOD überreichte dem GS die Forderungen des VPOD Bund zum Frauenstreik (revindications), empfahlt dem EDI, zum Frauenstreik Stellung zu beziehen.
Zudem besprach der VPOD mit dem GS das Ergebnis unserer Umfrage zu den Forderungen zur besseren Vereinbarkeit (résultats sondage).
Immerhin: In der Regel ist das EDI fortschrittlicher als der Rest der Bundesverwaltung.

Ein nächstes Gespräch findet spätestens in einem Jahr statt.

BLW

Am 25. Juni 2018 traf sich der VPOD mit der Direktion BLW: Direktor Lehmann wird per 1.7. 2019 pensioniert, die Stelle wird im Oktober 2018 ausgeschrieben und die Nachfolge sollte bis März 2019 bestimmt sein. Trotz schlechter Ergebnisse in der Personalbefragung beim Punkt "Oberste Leitung" ist der Direktor der Meinung, dass die Fortsetzung der bisherigen Projekte (offene Lokaltermine zur Diskussion, wo der Schuh drückt, Montagsinfo aus der GL) der richtige Weg sei. Zentrale Massnahmen aufgrund der Personalbefragung seien nicht geplant aber in einem Divisionsbereich sei der Handlungsbedarf erkannt. Betreffend Agroscope komme es zu Verzögerungen und der Bundesrat werde bald über Varianten und Vorgehen beraten.

WBF

Am 29. März 2018 trafen sich die Personalverbände mit dem Generalsekretariat WBF (Stv. GS Hr. Markwalder, HR-Chef Hr. Wüthrich). Im Zentrum standen dabei Agroscope und BWO. Informiert wurde zudem, dass im WBF keine weitere Projekte laufen, von denen das Personal einschneidend betroffen wäre. Zudem wurden die Ergebnisse der Personalbefragung in den Verwaltungseinheiten des WBF und der Handlungsbedarf diskutiert und der VPOD forderte, dass neben den Richtlinien des EPA zu mobilem Arbeiten nicht jede Verwaltungseinheit noch zusätzliche Auflagen macht für die Bewilligung vom Home Office. Dafür setzt sich auch das GS WBF ein. Zudem wurde über Agroscope und BWO diskuteirt (siehe dort).

BWO (Bundesamt für Wohnungswesen)

Der VPOD hat sich engagiert gegen den Abbau und die Verlagerung des BWO und unterstützt nun das betroffene Personal.
Der VPOD hat eine Studie publik gemacht, welche einen Ausbau des BWO zu einem Kompetenzzentrum empfiehlt und hat gegen den massiven Abbau lobbyiert: Leider mit wenig Erfolg. Das BWO soll bis zu 25% einsparen (ursprünglich waren 30% vorgesehen) und nach Bern verlagert werden. Der VPOD wird sich auch jetzt weiter für das betroffene Personal einsetzen.

Artikel AZ-Medien vor dem Entscheid
Artikel AZ-Medien nach dem Entscheid

Hintergrund: Der Bundesrat hat im Mai 2018 entschieden: Verlegung des BWO nach Bern, Abbau von bis zu 25% der Stellen aber das BWO bleibt ein Bundesamt. Hintergrund gemäss WBF sei, dass die WEG-Förderung sinke bzw. auslaufe wodurch 7 bis 9 Stellen wegfallen würden. Das Gebäude in Grenchen seien schon jetzt zu gross und danach erst recht. Die vorgeschlagene Verlagerung nach Bern würde sicher Jahre dauern, auch wenn das WBF davon ausgehe, dass ein Neubau nicht nötig sein werde.
Der VPOD wies darauf hin, dass der Moment für die Diskussion stossend sei: Kurz vor der Behandlung der Initiative des Mieterverbandes, welche dem BWO mehr Aufgaben geben würde bzw. der Diskussion über einen Gegenvorschlag (10 Jahre Wohnbauförderung). Zudem sei die Verlagerungspolitik (von Bern nach Grenchen und evtl. wieder zurück nach Bern) für das Personal (und die Region) stossend.
Die deponierte Frageliste wird vom WBF schriftlich beantwortet und die Antworten sollen im Intranet zugänglich gemacht werden.

Dein Kontakt für Rückmeldungen und Vorschläge, die der VPOD im Rahmen der Sozialpartnerschaft in deiner Verwaltungseinheit einbringen soll.

VPOD Bern
Monbijoustr. 61
CH 3000 Bern 23

Telefon: +41 (0)31 371 67 45
Fax: +41 (0)31 372 42 37

Christof Jakob, Gewerkschaftssekretär VPOD: «Ich nehme deine Anregungen zur Personalpolitik in deinem Bundesamt gern entgegen.»