Aktuelles aus den Verwaltungseinheiten des Bundes

Bringe ein, was der VPOD in deinem Amt / deiner Verwaltungseinheit vertreten soll.

Der VPOD trifft sich regelmässig mit Direktion und HR von Verwaltungseinheiten des Bundes. Gerne bringen wir dort (ohne Nennung von Namen) die Stimmung der Angestellten und Anregungen des Personals ein.
Fragen und Anregungen bitte an:

FEDPOL

Am 22. Juni 2021 fand das Sozialpartnergespräch it der Leitung Fedpol wieder vor Ort am Guisanplatz statt. Informiert wurde über den Umgang mit Covid. Mobiles Arbeiten wird nach der Rückkehr an den Arbeitsplatz flexibler geregelt. Es reichen mündliche Absprachen mit den Vorgesetzten. Auch die strikte Regel von 50% Präsenz am Arbeitsplatz wird nicht mehr gelten sondern ein "angemessener Teil". Genaue Information des Fedpol dazu werden folgen. Informiert wurde auch über die Aufgabenüberprüfung mit der das Fedpol sparen muss, um zusätzliche Aufgaben intern zu kompensieren sowie über die Projekte KAIZEN/turn the ship around zur Veränderung der Führungskultur. Die geplante Ausweitung des Pilotprojektes "Pikett BKP" auf andere Bereiche im Fedpol hat sich cornabedingt verzögert. Ein nächstes Treffen ist im November 2021 vorgesehen.

Hintergrund vorheriges Gespräch: Am 16. November 2020 fand eine sozialpartnerschaftliche Skype-Sitzung mit der Direktion fedpol statt. Fedpol informierte über das Ergebnis der Beurteilungen (über 90% Stufe 3, 20% Stufe 4, nur 15 Stufe 2 und eine Person Stufe 1), über den zunehmenden finanziellen Druck wegen Corona (u.a. könnte ein SVP-Minderheitsantrag im Parlament bewirken, dass bei fedpol 37 Stellen abgebaut werden müssten). Mit der aktuellen Aufgabenüberprüfung sollen neue Stellen (Schengen-Projekte...) möglichst intern kompensiert werden (zumindeste ein Teil der 37 Stellen), was schwierig sei.
Das HR weist darauf hin, dass IV-Entscheide oft nach 2 Jahren noch nicht da seien, was für die Betroffenen ein enormer Stress sei. Der VPOD wird 2021 mit der neuen EPA-Direktorin über eine Wiedereinführung der Möglichkeit, die Lohnfortzahlung ins 3. Jahr zu verlängern, diskutieren.
Fedpol verteidigt das Vorgehen betreffend Bartvorschriften (Tschihadisten/Samichlous-Bart sei schlechte Visitenkarte, Verletzungsgefahr).
Betreffend der VPOD-Fragen zu GLAZ/kurzfristigen Aufgeboten verweist fedpol auf interne Arbeiten, die in Gang seien sowie auf Führungsprobleme beim BSD, die zu einem Chefwechsel geführt hätten. Zudem wird darauf hingewiesen, dass die Einsatzzentrale jetzt die Dienstpläne selber mache (Eigenverantwortung).

SEM

Am 14. Juni 2021 wurde das Sozialpartnergespräch per Skype durchgeführt. Staatssekretär Mario Gattiker war ferienbedingt abwesend. Die stellvertretende Direktorin Barbara Büschi machte einen Überblick zur aktuellen Lage (Belastungen durch Covid, Gewaltvorwürfe...). Vizedirektor Mathias Stettler sowie Meret Stoppia (Chefin HR) informierten über die Ressourcensituation und den Stellenumbau:
- 15 von 23 befristeten Stellen können Ende 2021 nicht verlängert werden.
- 7.4 Stellen würden im Rahmen der Aufgabenüberprüfung abgebaut bzw. verlagert und dieser Prozess gehe in den nächsten zwei Jahren weiter. Wenn überhaupt dürfte es frühestens im Februar 2022 maximal 2-3 Kündigungen geben - Frau Stoppia hofft, dass es gar keine geben wird.
Stellenausschreibungen würden zuerst nur intern gemacht und das HR mache Druck, dass interne Bewerbungen vorgezogen würden. Vom Stellenabbau Betroffene sollten vor den Sommerferien aber sicher spätesten Anfang August informiert werden. Der VPOD setzte sich für sozialverträgliche Lösungen ein (z.B. freiwillige Reduktion des Beschäftigungsgrades statt Kündigungen).

In Zusammenhang mit dem Projekt Chancengleichheit wies der VPOD darauf hin, dass nicht mehr alle wichtigen Arbeitspapiere übersetzt würden, was das SEM bestreitet. Die Überlastung des Übersetzungsdienstes sei aber erkannt.

Nach Covid ist nun eine schrittweise Rückkehr aus dem Homeoffice geplant (zuerst maximal 50%, später max. 75% Belegung). Gemäss der ab Juli gültigen Regelung in der Bundespersonalverordnung soll Homeoffice gefördert werden. Es gibt dazu ein neues SEM-Merkblatt mit Regelungen von maximalen Homeofficetagen (abhängig vom Beschäftigungsgrad). Eine zusätzliche Kommunikation ist für nächste Woche geplant.

Zu dem vom VPOD eingegebenen Traktandum zu den Stundenlohnangestellten (Anpassung Stellenprozente in den Arbeitsverträgen, unbefriedigende Pauschalstunden Poolies) versprach Frau Büschi eine Antwort nach genaueren Abklärungen. Frau Büschi meinte, die Verträge würden "+/- 20% stimmen". Der VPOD wies darauf hin, dass 20% sehr hoch angesetzt sei insbesondere bei Angestellten mit nur niedrigen Anstellungsprozenten (z.B. Protokollführende oft 10%).

Ein nächstes Treffen ist für den 10. November 2021 geplant.

Hintergrund vorheriges Gespräch: Am 24. November 2020 fand das Sozialpartnergespräch per Skype in Abwesenheit von Staatssekretär Gattiker statt. Frau Büschi informierte, dass die Asylgesuche wieder zunähmen und zusätzliche Unterkünfte eröffnet würden. Die 600 altrechtlichen Fälle sollten bis Januar 2021 abgebaut sein. 45 befristete Stellen mussten eingespart werden. Dank Fluktuation und Reduktion von Stellenprozenten konnten "nur" 18 Stellen nicht verlängert werden. Aktuell haben sieben Personen noch keine interne oder externe Anschlusslösung gefunden.
Im Rahmen der Aufgabenüberprüfung SEM sollen 50 Stellen eingespart werden (um in den nächsten Jahren einen Aufbau von ca. 60 Stellen in anderen Beeichen teilweise intern kompensieren zu können). Die Vorschläge der GL sind nun im GS EJPD, der Bundesrat entscheidet im 1. Quartal 2021. Dank des recht langen Zeithorizontes sollten Kündigungen vermieden werden können.
Die meisten im SEM arbeiten im Homeoffice. Anträge von 30 Personen, die am Arbeitsplatz arbeiten wollen, wurden bewilligt. Homeoffice habe sich bewährt und der Zugang werde auch längerfristig ausgeweitet/gelockert.
Auf Rückfrage des VPOD informierte das SEM, dass die eingesparten Gelder für Weihnachstessen/Teamevents ermöglicht hätten, mehr Leistungsprämien zu bezahlen.

Agroscope

Das Sozialpartnergespräch vom 10. Juni 2021 fand vor Ort in Liebefeld statt. Frau Reinhard informierte über das Zukunftsprojekt für das nun eine Projektführung speziell freigestellt wurde. Die Einsparungen bei den Gebäuden ermöglichten nun einen stetigen Ausbau von Forschungsstellen. Dies wiederum hilft dabei, dass Mitarrbeitenden, die von Wechseln betroffen sind auch zusätzliche attraktive Stellen angeboten werden können.

Trotz Reorganisation ist die Mitarbeiterbefragung deutlich besser ausgefallen als die letzte. Aber: Es bestehe dennoch Verbesserungsbedarf.

Agrosocpe will auch nach der Rückkehr an die Arbeitsplätze Homeoffice fördern: DIe fixe Grenze von maximal 40% Homeoffice gilt nicht mehr: Es soll nun eine gute Balance gesucht werden zwischen Flexibilität und Präsenz vor Ort - nach den Prinzipien von "Work smart" im WBF. Besonders bei Neubauten werde die Umstellung auf Desk-sharing aktuell.

Die detaillierte Präsentation wird auf Anfrage zugestellt.

Hintergrund: Am 12. Januar 2021 fand ein Skype-Gespräch von Personalverbänden, CPK, Leitung und HR agroscope sowie HR GS WBF statt. Infomiert wurde über den Stand Zukunftsprojekt/Umzüge. Für ca. 100 Mitarbeitende führt der Umzug zu nicht zumutbar langen Arbeitswegen. Mit Ihnen werden nun Gespräche geführt und Lösungen ausgehandelt: 27 wollen nicht an den neuen Arbeitsplatz wechseln, 11 davon haben eine interne Lösung gefunden, 5 eine externe. Bei den restlichen 11 ist die Lösung noch offen (nur zwei von ihnen müssten bereits 2022 umziehen): Trennungsvereinbarungen mit Abgangsentschädigungen/Beiträgen an Weiterbildungen werden individuell ausgehandelt. 50 Personen wollen sicher oder eher an den neuen Arbeitsplatz wechseln und mit ihnen werden Vereinbarungen getroffen betreffend Homeoffice, Unterstüzung bei Wohnortswechsel, Reisekosten... . (Der VPOD kann Mitglieder beim Abschluss solcher Vereinbarungen beraten.)
Dank dem Parlamentsentscheid können die Einsparungen bei der Infrastruktur nun voll in Stellen investiert werden, was bis Mitte 2021 gut 20 neue Stellenbesetzungen ermöglicht (bis 2028 plus 60 Vollzeitstellen).
Minusstunden wegen Corona wurden ausgeglichen: Niemand ist 2021 wegen Corona mit einem Minussaldo gestartet.
Wer Homeoffice machen kann, soll dies machen: Die Leitung Agroscope ist erstaunt, dass der VPOD aber auch zwei andere Verbände noch immer melden, dass Homeoffice teilweise nicht gern gesehen werde und will dazu die Kommunikation präzisieren.
Romain Jeannottat (Leiter Ressourcen) gibt zu, dass die Evakuationsübung in Liebefeld nicht gut geklappt habe: Daraus würden nun Lehren gezogen (z.B. Ausbildungen auffrischen).
Durch die Weiterbildung aller Vorgesetzten zu MOVE werde nun differenzierter beurteilt (nicht alle bekommen eine 3) und das Mitarbeitergespräch sei wichtiger geworden.
Ein nächstes Treffen ist vor der Sommerpause geplant.

EDA

Am 15. April 2021 fand unter Leitung von Direktorin Tanja Dussey-Cavassini ein ausführliches sozialpartnerschaftliches Gespräch per Skype statt. Hier eine stichwortartige Zusammenfassung:

  • Der VPOD (vertreten durch Martin Krebs und Christof Jakob) stellte ins Zentrum, dass es im EDA zu viele Personalkategorien und zwischen diesen zu wenig Durchlässigkeit und Chancengleichheit gäbe. Primär sollte es darum gehen, dass alle dort arbeiten, wo sie am besten hinpassen. Die Direktorin bestätigte, dass sie in diese Richtung gehen wolle.
  • Ergebnisse Personalbefragung 2020 und Befragung Lokalpersonal:​Die Direktorin zeigt sich generell zufrieden mit den Ergebnissen – aber: bei beruflichen Perspektiven, Arbeitsabläufen und Entscheidprozessen, oberster Leitung sowie Stress besteht Handlungsbedarf. Erstmals gab es eine Umfrage beim Lokalpersonal (über 50% des EDA Personals): Rücklauf 80%. Nun werden Massnahmen/Verbesserungen ausgearbeitet.
  • COVID-19: Impfungen sollten bald möglich werden für diejenigen, die sich im Ausland nicht impfen können, Doppelbelastung wegen geschlossener Schulen im Aussennetz. Es gab in EDA 426 Infektionen weltweit / 38% seit 1. Januar: Müdigkeit bei der Befolgung der Massnahmen ist festzustellen.
  • Änderungen Personalrecht per 1.2021: Versetzungskompetenz auch für IZA Stellen bei DR (Verschiebung des Arbeitgebers im Sinne one-EDA) – Geschäftsordnung EDA sieht vor, dass betroffene Direktionen bei Versetzungen immer konsultiert werden / keine generellen Ausbildungskostenbeiträge KiGa und Primarschule in der Schweiz mehr/ Springereinsätze: zusätzliche Entschädigung aber Berücksichtigung Steuerabzug (bereinigt mit EStV)/ Funktionssstufen (für Entschädigung Interessenswahrung) sind verbindlich / Bildungs- und Beratungsangebote für Begleitpersonen ist auf eine rechtliche Grundlage gestellt worden.
  • Personalkategorien KBF/FPV und ihre Wahrnehmung und Attraktivität (fühlen sich vergessen)
  • Beratung/Stellenangebote für versetzbares Personal in Bern wurde neu strukturiert, alle (auch nicht-versetzbare) haben Anspruch auf Beratung
  • Begleitpersonenverantwortliche (BPV) im Aussennetz sind Ansprechstellen
  • Berücksichtigung von Mitarbeitenden der Allgemeinen Dienste in der Jahresausschreibung: 104 auf versetzbaren Stellen was 10% entspreche.
  • «Kohärenzcheck 3» gibt es nicht, aber aktuell werden Funktionen/Lohnklassen überprüft: Staatsekretariat: diplomatische Stellen, IR: Querschnittfunktionen, ganzes EDA: Assistenzfunktionen (letzeres im Auftrag EPA, da viele im Vergleich zu anderen Departementen zu hoch eingereiht seien)
  • Rebalancing: 35 Posten – 30 DEZA in Bern / 5 DR (DR hat bereits 30 Stellen abgebaut – welche verlagert wurden. Es soll nicht entlassen werden sondern verschoben ins Ausland. Übung dauert 4 Jahre. Ziel: Stärkung des Aussennetzes (insbesondere Kleinstvertretungen).
  • DEZA / «Fit for purpose»: Struktur DEZA soll so sein, dass Strategien umgesetzt werden können. Projekt steht noch am Anfang,Konsequenzen für das Personal sind noch nicht klar.
  • Chancengleichheit: Aktionsplan 2021-28 soll im Mai vorgestellt werden. Vier Kernziele: Respektvoller Umgang, Geschlechtsparität, gelebte Mehrsprachigkeit, Vereinbarkeit.

Hintergrund frühere sozialpartnerschaftliche Gespräche mit dem EDA:
Stichworte zum Treffen vom 29. Mai 2020:

  • Versetzungsrunde 2020: Sondersituation infolge COVID-19. Bisher verlaufe alles eigentlich gut: Task Force Transfer eingesetzt. Einige Versetzungen müssen wegen fehlenden Luftverkehrsanbindungen verzögert werden. Auch wegen Quarantänebestimmungen, welche z.T. nicht zumutbar seien. Leute auf Posten unter schwierigen Bedingungen werden nach Möglichkeit im Rahmen von R+R ausgetauscht. Infoline wurde erstellt. Mehr beschäftigt aber das Personal, dass der Ferienbezug im Ausland sehr ungewiss sei.
  • Umfrage «Zufriedenheit Versetzungsprozess»: Umfrage wurde zusammen mit Personalverbänden Dip und Kons vorbereitete. Rückmeldungen der M7Aüberwiegend positiv. Allerdings gewisse Kritik an Versetzungsprozessen. Bei Linie nur eine Rückmeldung von 50%.
  • Neuer Blog «Lernende Organisation»
  • Revision VBPV-EDA: Änderung/Präzisierung praktische Ausbildung EDA-Karrieren: Diese kann an der Zentrale und/oder im Aussennetz stattfinden.
  • Varia: Telearbeit – Mittteilung BRIC erfolgt.

Neubau Zollikofen: Am 14. Mai 2020 informierte das EDA die Personalverbände zum Stand betreffend Neubau in Zollikofen für 1'040 Arbeitsplätze, welcher Mitte 2023 bezogen werden soll. Alle würden einen persönlichen Arbeitsplatz haben, allerdings sind gemäss BBL nur 10% Büros für 1-2 Personen, aber 40% für 3-4 und 50% für 5 und mehr Personen vorgesehen. Wer in den Einzelbüros sein werde, würden die Sektionen erarbeiten: Das seien nicht einfach Chefbüros, da ja die Vorgesetzten sehr viel abwesend seien. Die Frage des VPOD, wie viele Arbeitsplätze pro Raum das Maximum sein werde, konnte das EDA noch nicht beantworten. Die Pulte werden höhenverstellbar sein, Sichtschutz sei bei Bedarf vorhanden. Fenster liessen sich öffnen. Eine direkte Verbindung zum Bahnhof Zollikofen werden bis zur Eröffnung noch erstellt. Eine Krippe könne nicht gebaut werden (nicht zonenkonform), sei aber in der Nähe vorhanden. Aufgrund der Inputs des VPOD wird das Mobilitätskonzept (Anbindung des Langsamverkehrs sowie Sharekonzept für Elektromobilität) und das Behindertenkonzept (Erschiessung mit Liftanlagen) noch mit den jeweiligen Fachstellen nachgeprüft.
Das Personal wird über die Team-Vertretungen einbezogen. Diese entscheiden selber, ob sie jeweils alle KollegInnen einbeziehen oder nicht. Bei früheren Umbauprojekten (z.B. Campus Liebefeld) kritisierte der VPOD den mangelnden Einbezug des Personals. Der VPOD ist erfreut, dass dieser im EDA aktiver gemacht wird.
Es versteht sich, dass viele Fragen zur Zeit noch offen sind. Positiv ist, und dies wertet der VPOD als Erfolg seiner Anregung in einer Frühphase des Projekts, dass beim Umzug nicht durch die Aspekte der «Hardware», d.h. die physische Zügelei, sondern auch die «weichen Faktoren» durch ein spezialisierte Firma begleitet werden.

EHB

Die Personalverbände werden intensiv einbezogen bei der grossen Anpassung der Personalverordnung (per 1.2022) und des Lohnsystems (per 1.2023): Gespräche am 18.2. und 3.3.2021 sowie zwei detaillierte schriftliche Stellungnahmen des VPOD (gemeinsam mit den anderen Personalverbänden und in Rücksprache mit der Personalkommission) gehören dazu: Zuletzt unsere Anwort vom 15.4.2021 im Rahmen der Ämterkonsultation.

Hintergrund: Am 3.Dezember 2020 trafen sich die Personalverbände mit Wüthrich (EHB-Präsident), Fr.l Fontanelaz (Direktor a.i.) und Fr. Flühmann (HR). Das EHB-Gesetz sollte per 1.8.2021 in Kraft treten. Zentral für den VPOD ist die nun laufende Anpassung der EHB-Personalverordnung. Abweichungen von den Anstellungsbedingungen beim Bund sind vorgesehen betreffend Sabbatical, Personalkategorien, Kündigungsfristen/-zeiten (Studienjahr), Anstellungsbedingungen (Doc/Post-Doc nach OR wie bei der ETH) und Lohnsystem (angelehnt an ETH: Einreihung funktionsbezogen und nicht nach Ausbildungsabschluss). Zum Lohnsystem gab es eine intensive Diskussion. Beim Wechsel soll der Besitzstand garantiert werden, Anpassungen nach oben seien aber bisher auch nicht vorgesehen (finanzieller Rahmen bleibt gleich). Der VPOD wies darauf hin, dass jede Änderung des Lohnsystems kostet oder sonst Ärger auslöst: Dort wo Lohneinstufungen bei neu Angestellten höher werden, müssen auch bisherige Angestellte höher eingestuft werden. Die Personalverbände und die PeKo werden in die Änderungen einbezogen: Im März erhalten sie einen Vorschlag für das neue Reglement und können Stellung beziehen. Der VPOD hat gewünscht, dass der Einbezug nicht nur schriftlich erfolgt.

Zudem wurde informiert, dass das Personal bald ein Merkblatt zum Homeoffice erhält und die Möglichkeiten auch nach Corona ausgeweitet werden (bis 50% Homeoffice möglich). Gefördert wird auch die Mobilität (befristeter Einsatz in andern Bildungsinstitutionen) nicht nur des wissenschaftlichen Personals sondern auch von Studierenden, administrativ Angestellten und Lernenden.
Aktuell läuft zudem die Information über die Resultate der Mitarbeitendenbefragung und die Diskussion über den Handlungsbedarf in den Sparten.
Informiert wurde auch über die Mitwirkung von Mitarbeitenden (Peko..) und Studierenden.
Kritisiert wurde vom VPOD, dass die Lohnentwicklung aufgrund der aktuellen coronabedingten volkswirtschaftlichen Situation reduziert wurde, obwohl dies wirtschaftlich nicht nötig gewesen wäre. Die Information des Personals über den Entscheid erfolgt demnächst.

Bundesamt für Statistik (BFS - OFS)

Texte français ci-dessous

Am 1. Dezember 2020 fand eine Skype-Besprechung der Personalverbände mit Hr. Direktor Ulrich, Fr. Mehira und Hr. Maccecchini statt. Der Direktor stellte die aktuellen Schwerpunkte der BFS-Arbeit vor und wies auf den Druck hin, in Krisenzeiten schnell und viele Daten zu liefern. Dadurch sei aber auch das Bewusstsein gewachsen, dass die Arbeit des BFS wichtig ist. In Zusammenhang mit Covid-19 habe das BFS grosszügige Lösungen gesucht (z.B. bei Betreuungspflichten).
Betreffend des laufenden Projektes zur Überprüfung der Einreihungen im BFS hat der VPOD gefordert, dass die Sozialpartner in diesem für das Personal wichtigen Projekt stärken mitwirken können. Das BFS wird dieses Anliegen nun prüfen. Immerhin hat die Forderung eines stärkeren Einbezugs bereits bewirkt, dass die Compers nun auch an den Gesamtprojektsitzungen dabei sein wird (bisher nur im Projektsteuerungsausschuss). Kritisiert hat der VPOD auch die Vorgabe der Kostenneutralität des Projektes durch das Departement. Das BFS wies darauf hin, dass Kompensationen nicht direkt im Personalkredit sondern im Rahmen des Globalbudgets möglich sein werde. Auch das werde schwierig, aber jetzt müsse aber erst einmal das Ergebnis der Lohneinreihungen abgewartet werden.
Die Personalverbände wiesen zudem darauf hin, dass im BFS oft bei Konflikten rasch eine Trennungsvereinbarung vorgeschlagen werde, statt Mediationen und Versetzungen zu prüfen. Hr. Maccecchini wies darauf hin, dass wegen des Kostendrucks kaum Spielraum mehr sei für Versetzungen an Probearbeitsplätze und Vorgesetzte lieber selber auswählen, wen sie anstellen wollen. Ziel sei, Probleme früher zu erkennen und dann schon zu reagieren.
Aus zeitlichen Gründen konnte über die Situation bei SOZAN nicht mehr gesprochen werden. Der VPOD hat nun kurz schriftlich die Anliegen eingebracht (wo die Situation noch unklar ist: rasche Entscheide, die für die Betroffenen stimmen und zu starke Belastungen wegen unbesetzten Stellen verhindern). Das BFS wird nun ebenfalls schriftlich Stellung nehmen.

Hintergrund: Am 20. April 2020 fand eine Skype-Besprechung der Personalverbände (VPOD, PVB, Transfair) mit Hr. Direktor Ulrich, Fr. Meier, Fr. Mehira und Hr. Maccecchini statt. Informiert wurde über die Corona-Situation, die zur Verspätungen einzelner Projekte führt. Aus Sicht der Personalverbände werden im BFS die Weisungen des EPA korrekt umgesetzt (z.B. volle Erfassung Soll-Arbeitszeit bei Betreuungsaufgaben, zu wenig Arbeit oder technischen Problemen möglich). Ferien können wenn möglich verschoben werden, es sei aber nicht möglich, dass alle ihre Ferien erst in der 2. Jahreshälfte beziehen würden. Die Vorgesetzten hätte da einen gewissen Entscheidspielraum.
Der VPOD sprach die Probleme in der Sektion SOZAN an. Diese seien von der Direktion wahrgenommen worden, es habe Führungsgespräche gegeben und die Situation habe sich verbessert. Der VPOD wies zudem darauf hin, dass sich einige BFS-Angestellte durch PERS zu wenig unterstützt fühlten. Gemäss Hr. Maccecchini habe PERS jetzt wieder etwas mehr personelle Ressourcen.
Betreffend Lohnklasseneinreihung der wissenschaftlichen Mitarbeitenden laufe die Überprüfung noch. Von den 257 Mitarbeitenden in Lohnklasse 22 würden gemäss Analyse wohl wenige ins 21 gehören, mehr aber eher in Lohnklasse 23 oder 24. Der Bericht an Bundesrat Berset sei aber noch nicht fertig. Die für 2021 geplante Gesamtüberprüfung aller Stellen im Amt verzögere sich wegen der Corona-Situation etwas auf Ende 2021.
Verzögerungen gäbe es auch bei der neuen Hausordnung.
Das Frauenstreikkollektiv mache jetzt konkrete Anträge, über welche die GL dann offiziell entscheiden werde.
Eine nächste ordentliche Sitzung ist für den 1.12. 2020 geplant.

Office fédéral de la statistique (OFS) (en français)

Le 1er décembre 2020, une réunion des associations du personnel sur Skype a eu lieu avec M. Ulrich, directeur, Mme Mehira et M. Maccecchini. Le directeur a présenté les priorités actuelles du travail de l'OFS et a souligné la pression exercée pour fournir rapidement et en grande quantité des données en temps de crise. Cela, a-t-il dit, a également permis de sensibiliser davantage à l'importance du travail de l'OFS. En ce qui concerne le Covid-19, l'OFS avait recherché des solutions généreuses (par exemple dans le cas des obligations de soins).
En ce qui concerne le projet en cours de révision des classifications au sein de l'OFS, le SSP-VPOD a demandé que les partenaires sociaux puissent jouer un rôle plus important dans ce projet, qui est important pour le personnel. L'OFS va maintenant examiner cette demande. Après tout, la demande d'une plus grande participation a déjà eu pour effet que la Compers sera désormais également présents aux réunions générales du projet (jusqu'à présent uniquement au sein du comité de pilotage du projet). Le SSP a également critiqué l'exigence du département selon laquelle le projet doit être neutre en termes de coûts. L'OFS a souligné que la compensation ne serait pas necessaire directement dans le credit pour le personnel mais dans le budget global. Cela serait également difficile, mais il faudrait maintenant attendre le résultat des classifications salariales.
Les associations du personnel ont également souligné que dans l'OFS, un accord de séparation est souvent rapidement proposé en cas de conflit, au lieu d'envisager une médiation et des transferts. M. Maccecchini a souligné que, en raison de la pression des coûts, il ne restait guère de marge de manœuvre pour les transferts vers des lieux de travail à l'essai, et que les supérieurs préféraient choisir eux-mêmes qui ils voulaient employer. Son objectif est de reconnaître les problèmes plus tôt et de réagir ensuite.
Pour des raisons de temps, il n'était plus possible de parler de la situation de SOZAN. Le SSP a maintenant brièvement soumis les préoccupations par écrit (là où la situation n'est pas encore claire : décisions rapides en faveur des personnes concernées et prévention d'une pression excessive due aux postes vacants). L'OFS va soumettre ses commentaires par écrit.

L'avant-dernier réunion le 20 avril 2020, une réunion Skype des associations du personnel (SSP, APC, Transfair) avec M. Ulrich, directeur, Mme Meier, Mme Mehira et M. Maccecchini a eu lieu. Ils ont été informés de la situation à cause de Covid-19, qui entraîne des retards dans certains projets. Du point de vue des associations du personnel, l'OFS applique correctement les instructions de l'OFPER (par exemple, enregistrement complet du temps de travail cible pour les tâches de soutien, trop peu de travail ou problèmes techniques possibles). Les vacances peuvent être reportées si possible, mais il n'est pas possible pour tout le personnel de prendre ses vacances au second semestre de l'année. La ligne aurait une certaine marge de manœuvre pour en décider.
Le SSP-VPOD a abordé les problèmes dans la section SOZAN. La direction les avait remarqués, des discussions avaient eu lieu et la situation s'est améliorée. Le SSP a également souligné que certains employés de l'OFS estimaient que le PERS n'apportait pas un soutien suffisant. Selon M. Maccecchini, PERS dispose maintenant de ressources en personnel légèrement plus importantes.
En ce qui concerne la classification salariale du personnel scientifique, la révision est toujours en cours. Sur les 257 employés de la classe de salaire 22, selon l'analyse, peu appartiendraient probablement à la classe 21, mais plus à la classe de salaire 23 ou 24. Cependant. Le rapport au conseiller fédéral Berset n'est pas encore prêt. L'examen global de tous les postes en fonction prévus pour 2021 a été quelque peu retardé jusqu'à la fin de l'année 2021 en raison de la situation actuelle.
Il y aurait également des retards dans l'application du nouveau règlement intérieur.
Le collectif de grève des femmes fait maintenant des propositions concrètes, sur lesquelles la direction se prononcera ensuite officiellement.
La prochaine réunion ordinaire est prévue pour le 1er décembre 2020.

BIT

Am 11.2.2020 fand ein bilaterales Treffen von BIT (Dir. Lindemann, Hr. Zwahlen/Leiter Supportbereiche, Hr. Graf/Leiter HR) und VPOD (Christof Jakob) statt. Das BIT informierte bewusst in einer sehr frühen Phase über die geplante Transformation und versprach, diese sei mit keinen Kündigungen verbunden. Selbstorganisierte interdisziplinäre Teams, mobile Arbeitsformen, Trennung von inhaltlicher, methodischer und personeller Führung waren die Stichworte. Das o.k. des EFD müsse noch eingeholt werden, Zeitplan und Organigramm stünden noch nicht fest. Die Leistung werde alle 10 Wochen im Team gegenseitig (anonym) beurteilt und dies sei neben der Erreichung der Teamziele die Grundlage für die lohnrelevante Personalbeurteilung. Um Fachlaufbahnen zu ermöglichen und grosses Fachwissen besser honorieren zu können, fänden Gespräche mit dem EPA statt, um bessere Möglichkeiten bei der Lohnklasseneinreihung zu erhalten. Externe Anstellungen sollen reduziert werden (zu teuer) aber blieben für befristete Grossprojekte nötig. Das BIT sei bemüht, Kaderstellen wenn möglich mit Frauen zu besetzen.
Das Gespräch fand in einer offenen Atmoshäre statt und die Direktion beabsichtigt, den Dialog mit dem VPOD fortzusetzen.

Hintergrund frühere Reorganisation: Medienmitteilung des VPOD Bundespersonal zu den Entlassungen im BIT vom 15. März 2017

EDI

Am 9. Mai 2019 trafen sich die Gewerkschaft VPOD und die Personalverbände mit Lukas Bruhin und Walter Spizzo im GS EDI. Zu reden gaben vor allem die Ämter BAG und BFS, die vor grossen Veränderungen stehen: Das BAG sei stark gewachsen, habe mehr und komplexere Aufgaben aber nicht alle nötigen personellen Ressourcen erhalten. Das neue Ablagesystem (Actanova) führe zu grösseren Veränderungen, Prozesse würden überprüft. Im BFS sei die Harmonisierung der Datenerfassung eine grosse Herausforderung. Die Einreihung der StatistikerInnen werde überprüft (ursprünglich eine Forderung des VPOD), die Funktion soll amtsübergreifend einheitlich klassiert werden (ev. mit Varianten Junior-/Senior-StatistikerIn). 2020 soll ein Bericht vorliegen, danach erfolge vermutlich eine etappierte Umsetzung.
Betreffend genereller Lohnmassnahmen sind GS EDI und VPOD sich einig: Es müssen dafür die nötigen Mittel budgetiert werden und die Departemente dürften nicht gezwungen werden, Lohnmassnahmen mit Einsparungen im Personalbudget (sprich: Stellenabbau) kompensiert werden, wie dies nun für 2019 teilweise passiert ist.
Der VPOD überreichte dem GS die Forderungen des VPOD Bund zum Frauenstreik (revindications), empfahlt dem EDI, zum Frauenstreik Stellung zu beziehen.
Zudem besprach der VPOD mit dem GS das Ergebnis unserer Umfrage zu den Forderungen zur besseren Vereinbarkeit (résultats sondage).
Immerhin: In der Regel ist das EDI fortschrittlicher als der Rest der Bundesverwaltung.

Ein nächstes Gespräch findet spätestens in einem Jahr statt.

BLW

Am 25. Juni 2018 traf sich der VPOD mit der Direktion BLW: Direktor Lehmann wird per 1.7. 2019 pensioniert, die Stelle wird im Oktober 2018 ausgeschrieben und die Nachfolge sollte bis März 2019 bestimmt sein. Trotz schlechter Ergebnisse in der Personalbefragung beim Punkt "Oberste Leitung" ist der Direktor der Meinung, dass die Fortsetzung der bisherigen Projekte (offene Lokaltermine zur Diskussion, wo der Schuh drückt, Montagsinfo aus der GL) der richtige Weg sei. Zentrale Massnahmen aufgrund der Personalbefragung seien nicht geplant aber in einem Divisionsbereich sei der Handlungsbedarf erkannt. Betreffend Agroscope komme es zu Verzögerungen und der Bundesrat werde bald über Varianten und Vorgehen beraten.

WBF

Am 29. März 2018 trafen sich die Personalverbände mit dem Generalsekretariat WBF (Stv. GS Hr. Markwalder, HR-Chef Hr. Wüthrich). Im Zentrum standen dabei Agroscope und BWO. Informiert wurde zudem, dass im WBF keine weitere Projekte laufen, von denen das Personal einschneidend betroffen wäre. Zudem wurden die Ergebnisse der Personalbefragung in den Verwaltungseinheiten des WBF und der Handlungsbedarf diskutiert und der VPOD forderte, dass neben den Richtlinien des EPA zu mobilem Arbeiten nicht jede Verwaltungseinheit noch zusätzliche Auflagen macht für die Bewilligung vom Home Office. Dafür setzt sich auch das GS WBF ein. Zudem wurde über Agroscope und BWO diskuteirt (siehe dort).

BWO (Bundesamt für Wohnungswesen)

Der VPOD hat sich engagiert gegen den Abbau und die Verlagerung des BWO und unterstützt nun das betroffene Personal.
Der VPOD hat eine Studie publik gemacht, welche einen Ausbau des BWO zu einem Kompetenzzentrum empfiehlt und hat gegen den massiven Abbau lobbyiert: Leider mit wenig Erfolg. Das BWO soll bis zu 25% einsparen (ursprünglich waren 30% vorgesehen) und nach Bern verlagert werden. Der VPOD wird sich auch jetzt weiter für das betroffene Personal einsetzen.

Artikel AZ-Medien vor dem Entscheid
Artikel AZ-Medien nach dem Entscheid

Hintergrund: Der Bundesrat hat im Mai 2018 entschieden: Verlegung des BWO nach Bern, Abbau von bis zu 25% der Stellen aber das BWO bleibt ein Bundesamt. Hintergrund gemäss WBF sei, dass die WEG-Förderung sinke bzw. auslaufe wodurch 7 bis 9 Stellen wegfallen würden. Das Gebäude in Grenchen seien schon jetzt zu gross und danach erst recht. Die vorgeschlagene Verlagerung nach Bern würde sicher Jahre dauern, auch wenn das WBF davon ausgehe, dass ein Neubau nicht nötig sein werde.
Der VPOD wies darauf hin, dass der Moment für die Diskussion stossend sei: Kurz vor der Behandlung der Initiative des Mieterverbandes, welche dem BWO mehr Aufgaben geben würde bzw. der Diskussion über einen Gegenvorschlag (10 Jahre Wohnbauförderung). Zudem sei die Verlagerungspolitik (von Bern nach Grenchen und evtl. wieder zurück nach Bern) für das Personal (und die Region) stossend.
Die deponierte Frageliste wird vom WBF schriftlich beantwortet und die Antworten sollen im Intranet zugänglich gemacht werden.

Dein Kontakt für Rückmeldungen und Vorschläge, die der VPOD im Rahmen der Sozialpartnerschaft in deiner Verwaltungseinheit einbringen soll.

VPOD Bern
Monbijoustr. 61
CH 3000 Bern 23

Telefon: +41 (0)31 371 67 45
Fax: +41 (0)31 372 42 37

Christof Jakob, Gewerkschaftssekretär VPOD: «Ich nehme deine Anregungen zur Personalpolitik in deinem Bundesamt gern entgegen.»